Dienstag, 19. Juli 2016

NWZ-Artikel über die Benefizkonzerte

19.07.16
 In der heutigen NWZ ist ein Artikel über die Benefizkonzerte des Projekt-Chors unter der Leitung von Alfred Stalling  zu Gunsten des KHF enthalten.

Freitag, 10. Juni 2016

Neues aus dem Kinderhaus

Zwei Zeitungsartikel über den Besuch zweier Arbeitskreismitglieder im Kinderhaus:

NWZ

und

NeueOZ .

Samstag, 5. September 2015

Kalender 2016

Es gibt einen Kinderhaus-Frieda Kalender für 2016.
Unter anderem erhältlich am Sonntag auf dem Huder Bürgerfest am Infostand des Kinderhaus Frieda.
http://www.nwzonline.de/…/mit-fotokalender-waisen-in-westaf…

Donnerstag, 2. Juli 2015

Bericht vom Besuch im Kinderhaus ( Frühjahr 2015)






Zurück vom Besuch des Kinderhauses Frieda in Lomé



Schwer bepackt mit gespendeter Kleidung, Fußballtrikots, Fußballschuhen und französischen Kinderbüchern bin ich gemeinsam mit 2 Freundinnen in den Osterferien für eine Woche nach Lomé gereist, um das Kinderhaus Frieda zu besuchen. An einem Freitagabend wurden wir von unseren togoischen Freunden Etienne Yawo Dablé, Dosseh Dogbo, der auch seit März 2014 der Präsident unseres afrikanischen Partnervereins ist, sowie der Freiwilligen Clara Padis am Flughafen empfangen und nach einem gemeinsamen späten Abendessen in unser Hotel gebracht. Dabei war auch der ehemalige Freiwillige Robin Frisch, der für 6 Wochen Togo und die Elfenbeinküste besucht hat.

Am nächsten Morgen ging es durch brütende Hitze zu Fuß zum Kinderhaus, nicht ohne vorher auf einem typischen togoischen Markt Früchte wie Ananas, Mangos, Papayas und Bananen für die Kinder und Jugendlichen gekauft zu haben.
Mit einem fröhlichen Tanz wurden wir dann im Kinderhaus empfangen, spielten und unterhielten uns mit den Kindern und Angestellten.

Natürlich stand auch ein Ausflug an den Atlantik - gefördert durch Patenspenden - auf dem Programm. Nach fröhlichem Spielen in der heftigen Brandung und am Strand stärkten sich alle mit Hamburgern und Pommes. Außerdem ermöglichen die Spenden, die Kinderhausbibliothek aufzustocken.
Allen Spendern herzlichen Dank!

Besucht haben wir die beiden Mädchen, die in der Klosterschule in Afagnan seit einem Jahr wohnen und zur Schneiderin ausgebildet werden.
Beide Mädchen zeigten uns stolz ihren kleinen Garten, den jeder Lehrling bewirtschaftet und gaben uns gleich frisches Gemüse für die Kinderhausmütter mit.



Gemeinsam mit dem Vorstand des afrikanischen Vereins fand ein anregender Gedankenaustausch statt, in dem es vor allem auch um die weitere Zukunft der Jugendlichen nach Schulabschluss ging.
Angedacht ist, den Start der jungen Erwachsenen ins Berufsleben gegebenenfalls durch Mikrokredite zu fördern oder ein Stipendium auf Kreditbasis zu gewähren.
Ein Mädchen macht im Sommer Abitur und wird voraussichtlich an der Universität in Lomé studieren.
Die vier Ältesten (2 Jungen und 2 Mädchen) haben inzwischen jeweils ein Zweibettzimmer in dem Gebäude mit der Wohnung des Geschäftsführers bezogen, damit sie sich gut auf die bevorstehenden Prüfungen vorbereiten können.

Durch frei gewordene Plätze sind inzwischen 2 Mädchen neu im Kinderhaus aufgenommen und im Herbst 2015 kommen 4 weitere Kinder hinzu. Hierfür werden noch neue Paten gesucht, da die Jugendlichen in Ausbildung weiterhin finanziert werden müssen. Auch Einzelspenden helfen.


Bankverbindung DAZ e.V.
IBAN: DE 49 1505 0500 0232 0082 56
BIC : NOLA DE 21GR W
Sparkasse Vorpommern
Stichwort: Kinderhaus Frieda


Weitere Informationen und Patenschaftserklärungen unter:
www.kinderhaus-frieda.de (muss überarbeitet werden)

Kontakt:
DAZ e.V. – Arbeitskreis Hude/Delmenhorst
Jutta Hartrampf
Mohrunger Str. 10 27798 Hude
04408 – 6935 jutta.hartrampf@ewetel.net

Hans Ulrich Hoss
Oldenburger Str. 108 27753 Delmenhorst
01725115969 t.baettig-hoss@t-online.de





Infoabend

Infoabend November 2014 für Paten, Spender, Interessierte:

Kinderhausfreiwilliger berichtet

Nach der Begrüßung der zahlreich erschienenen Paten und Förderer des Kinderhaus Frieda (Lomé, Westafrika) durch Pastor Michael Lupas in der Pastorei gab Jutta Hartrampf einen Rückblick auf das zurückliegende Jahr:
turnusmäßig wählte der afrikanische Partnerverein einen neuen Vorstand; 2 kleine Mädchen wurden neu im KH aufgenommen; das Mädchen, das inzwischen eine Ausbildung zur Schneiderin macht, hat weiterhin guten Kontakt zum Kinderhaus; 4 ältere Kinder (2 Mädchen/2Jungen) sind in zwei eigene Zimmer eingezogen, um sich in Ruhe auf das Abitur vorbereiten zu können.
Seit dem 1. September ist wieder eine weltwärts-Freiwillige im KHF.

Ganz besonders bedankt hat sich J.Hartrampf bei den Paten und Spendern.

Besonders angetan waren die Anwesenden von dem Bericht des weltwärts-Freiwilligen Robin Frisch. Durch seine Erzählung wurde deutlich, dass Robin, der 1 Jahr mit den Kindern gelebt hat, einen viel tieferen Einblick in ihr Leben gewinnen konnte als ein Besucher, der nur für 2-3 Wochen im KHF ist.
Anhand von Bildern stellte Robin den Alltag der Kinder und deren Persönlichkeiten und Eigenarten lebendig dar. Bilder über Festtage wie Weihnachten und Geburtstag sowie Ausflüge ergänzten seinen Bericht, und auch in die politische Situation in Togo gab er einen kurzen Einblick.

2 Monate in Afrika


Bericht Clara Padis,(weltwärts Freiwillige)

seit 1. Sept.14  in Lomé

Schreibt im Oktober 14 in ihrem Blog:

Neues aus Afrika!

Es ist sind jetzt 2 Monate vergangen seit ich hier in Togo angekommen bin. In diesen zwei Monaten habe ich natürlich viel erlebt.

Die Arbeit mit den Kindern macht mir sehr viel Spaß. Es ist etwas Besonderes mit ihnen zu Leben und ihrer Alltag zu teilen. Jeden Morgen steh ich um halb 6 auf und frühstücke gemeinsam mit ihnen bevor sie gegen halb 7 zur Schule gehen. Am Vormittag habe ich dann oft Freizeit und beschäftige mich nach Lust und Laune. Ich treffe mich mit Freunden, lerne mit meinem Mentor Eve, gehe auf den Markt oder arbeite gemeinsam mit dem Direktor vom Kinderhaus. Ich verbringe auch viel Zeit auf dem Dach vom Kinderhaus, lese und genieße die morgendliche Sonne. Manche Kinder kommen um halb eins heim und um zwei Uhr mittags hole ich die 4 Kinder ab, die in der Grundschule sind. Die Kinder sind in einer Privatschule, die sich aber nicht sehr weit entfernt vom Kinderhaus befindet.  
Nachmittags bleibt ein bisschen Zeit übrig zum Spielen und gegen 16h fangen sie mit den Hausaufgaben an, wo ich sehr gefragt bin vor allem in English und Mathematik. Oft sitzen wir nach dem Essen noch lange zusammen und quatschen über alles Mögliche und das ist meist meine Lieblingszeit des Tages.
Am Wochenende gehen wir jeden Sonntagmorgen (um 6h) in die Kirche. Die Messe geht ungefähr drei Stunden dennoch kommt es mir überhaupt nicht so lang vor obwohl alles auf eve ist und ich bis jetzt noch nicht so viel davon verstehe aber es ist einfach sehr beeindruckend die überfüllte Messe von  tanzenden und singenden Menschen in ihrer bunten traditionellen Kleidung zu bestaunen. Mittlerweile habe ich mir auch zwei Kleider schneidern lassen und am liebsten würde ich sie die ganze Zeit tragen!
Sonntagnachmittag besuche ich einen Salsa-Kurs. Wer hätte gedacht, dass ich ausgerechnet in Afrika Salsa lernen würde! Durch Mentor Djato
Diese Woche habe ich den Unterricht der Kinder mit verfolgt. Es war sehr interessant für mich, insbesondere der eve Unterricht wo ich fleißig mitmachen musste. Aber die Arbeit hat sich gelohnt denn alle Kinder sind, nach dem ich alle Vokale in Eve richtig ausgesprochen habe,  aufgesprungen und haben applaudiert 
Um euch einen besseren Einblick über meinen Alltag zu geben habe ich euch meinen Essensplan aufgeschrieben.

Essensplan im Kinderhaus :

Jour de la semaine
Matin
Midi
Soir
Lundi
La bouillie
Les haricots avec Gari
La pâte
Mardi
Le riz
Injam
Salade
Mercredi
La bouillie
Le riz
La pâte avec viande
Jeudi
Injam
La pâte
Spaghetti
Vendredi
La bouillie de riz
Les haricots avec Gari
Koliko
Samedi
Le riz
Fufu
La pâte
Dimanche
Pain avec œuf et Milo
Le riz avec viande
Spaghetti


So, wahrscheinlich hilft das den meisten unter euch nicht weiter solange ich nicht ein paar Erklärungen dazu gebe:

La bouillie de riz: Ist sehr gut mit Milchreis zu vergleichen auch wenn es ohne Milch zubereitet wird J . Der Geschmack ist aber sehr ähnlich. Es gibt verschiedene Arten „la bouillie“ vorzubereiten: mit Maniok, Mais oder Reis. Wobei Reis wirklich die genießbarste Version darstellt.

Koliko: frittierte Inyam. Mit einer scharfen Tomatensauce zubereitet wird es zu meinem Lieblingsgericht hier in Togo! J

La pâte: Das Hauptgericht im Kinderhaus und auch generell viel in Togo zubereitet. La pâte alleine hat nicht viel Geschmack (es wird mit Maismehl und Wasser zubereitet). Die Sauce macht den eigentlichen Geschmack aus und davon gibt es viele verschiedene. La pâte avec Gombo ist eine der beliebtesten. Ganz einfach zu erklären: Grün und Schleimig. Wer weiß, vielleicht werde ich ja trotzdem am Ende dieses Jahres ein Fan davon!

Insgesamt schmeckt mir das Essen hier aber sehr gut. Was natürlich am besten ist sind die süßen Früchte die man auf dem Markt für unglaublich Günstig bekommt. Auch Avocado kann man hier in ausgiebigen Mengen finden, und viele von euch wissen, dass ich ein besonderes Faible für Avocados habe.

Hier noch ein paar Schnappschüsse. Viel Spaß beim Anschauen!
É YI ZAN DÉ

Montag, 1. September 2014

Informationen aus dem Kinderhaus

Informationen aus dem Kinderhaus

Auf der letzten Mitgliederversammlung hat unser afrikanischer Partnerverein Association Aide aux Enfants Orphelins du Sida einen neuen Vorstand gewählt.

Neuer Präsident ist Herr Dosseh Dogbo




Schriftführer ist Herr Cosme Hator




Schatzmeister ist Herr Kokou Raphael Woglo



Außerdem ist seit dem 1. September die neue weltwärts-Freiwillige Clara Padis im Kinderhaus.

Clara ist in Rumersheim (Frankreich) aufgewachsen, hat das Deutsch-Französische Gymnasium in Freiburg besucht und im Sommer 2014 die binationale allgemeine Hochschulreife (Abitur+Baccalaureat) erlangt.

Sonntag, 31. August 2014

Der weltwärts Freiwillige Nick Hellerung berichtet zum Abschluss seines Jahres im Kinderhaus Frieda über einige kleine Erlebnisse mit den Kindern.

Der weltwärts Freiwillige Nick Hellerung berichtet zum Abschluss seines Jahres im Kinderhaus Frieda über einige kleine Erlebnisse mit den Kindern.
Nick und Kopin

Das Belohnungsprinzip
Natürlich soll ein Schüler am besten aus Begeisterung am Unterrichtsstoff seine schulischen Leistungen beziehen. Da das aber oft nicht so funktioniert, überlegte ich mir ein Belohnungsprinzip, das die Kinder im Waisenhaus zu besseren Leistungen anspornen könnte. Ich erklärte ihnen also, dass sie zu mir kommen sollten, wenn sie in einer Arbeit eine gute oder sehr gute Leistung erbracht hatten oder eine besondere Verbesserung in einem Fach zu erkennen ist. Ich würde das mit einer Süßigkeit belohnen. Und, oh Wunder, in den nächsten zwei Wochen kamen immer wieder Kinder zu mir ihre guten Noten vorweisend. Welch Erfolgserlebnis; bereitwillig verteilte ich Süßigkeiten. Erst als Gilles, der dieses Jahr bisher eher schulische Schwierigkeiten hatte, zweimal am selben Tag zu mir kam, fing ich an Verdacht zu schöpfen und guckte genauer hin. Bei der Arbeit, die Gilles mir zeigte, fehlte die erste Seite und das aus gutem Grund. Auf dieser ist nämlich zu sehen, dass es sich um Oliviers und nicht um Gilles Arbeit handelte und natürlich hatten mich die Kinder schon die ganze Zeit reingelegt. Na gut, so viel Naivität wie ich sie hier bewiesen hatte, gehört vermutlich auch bestraft. Das Belohnungsprinzip ist jedenfalls erstmal wieder abgeschafft.

Tanzkünste
In der westafrikanischen Kultur wird getanzt. Oft sieht man schon zweijährige Kinder mitwippen oder die Bewegungen der Großen nachahmen und es findet sich immer sehr schnell ein Erster auf der Tanzfläche, wenn danach gefragt ist. Auch im KHF kommt es immer wieder zu überraschenden Tanzabenden, die zwar meist etwas unromantisch vor dem Fernseher ( Musikvideos ) stattfinden, aber trotzdem ihren Reiz haben. Die Kinder können sich nach afrikanischer Manier natürlich beeindruckend bewegen und freuen sich aber fast noch mehr, sich über die Tanzversuche der deutschen Besucher amüsieren zu können. Beim Nachahmen afrikanischer Tänze stell ich mich wohl genauso elefantenhaft an wie jeder andere vor mir, aber wenn die Kinder was zu lachen haben, ist das doch an sich gar nicht so schlecht. Ich habe nie getanzt, aber was mich rettet, sind ein paar Breakdance -Schritte, die mir ein Bekannter mal flüchtig beigebracht hat. Von denen bekommen die Kinder gar nicht genug, machen sie nach und vermischen sie mit afrikanischem Hüftschwung. Ich muss jetzt immer tanzen und kann nur hoffen, dass die Kinder nicht allzubald merken, dass meine Tanzkünste sich auf drei Schrittfolgen reduzieren. Und wenn das doch irgendwann passiert, tanz ich eben wieder den europäischen Elefanten.

Sterne über Lomé
Das Dach des Kinderhauses bietet eine wirklich schöne Aussicht. Ich selbst sitze oft dort oben, um den Sonnenuntergang und den farbengewaltigen Himmmel zu bestaunen. Auch die Kinder, gerade die kleinen frechen Jungen um Matthieu, Gilles, Julian, Eduard und San lieben das Dach, obwohl oder wahrscheinlich gerade, weil es für sie verboten ist.
Manchmal aber mach ich eine Ausnahme. Das läuft dann in etwa so ab: “Habt ihr auch eure Hausaufgaben gemacht?” “ Ja, Onkel Nick.” “Wart ihr auch artig?” “Natürlich nicht Onkel Nick.” Ich nehme das dann hin und wir gehen trotzdem zum Sterne gucken, ehrlich gesagt auch, weil es oft meine liebsten Momente sind. Unter dem Sternenhimmel fangen die Kinder an von sich zu erzählen ( also so richtig ) und es ist immer ganz schrecklich romantisch. Das letzte Mal sind wir alle eingeschlafen und erst mitten in der Nacht schlafwandlerisch in unsere Betten geschlichen. Bevor ich einschlafe denke ich noch:”Das wird mit fehlen.”


Sonntag, 27. April 2014

Ostern im KHF - ein Bericht von Nick

Ostern im Kinderhaus

Auch in Togo feiert man Ostern und natuerlich auch im Kinderhaus Frieda.
Die derzeit 23 Kinder sind auch dieses Jahr in ihren eineinhalb Wochen Osternferien gut beschaeftigt gewesen. Neben den ueblichen Ferienbeschaeftigungen wie Karten-, Murmel- und Fussballspielen gab es ein traditionelles Osterprogramm, aber auch andere Anregungen.
Die Mauer auf dem Hof wirkte immer ein bisschen trist und farblos, weshalb wir 3 Kuenstler engagierten um uns “Stadion KHF” ( Kinderhaus Frieda ) -auf franzoesisch “ Stade KHF”- an ebendiese zu schreiben. Haetten wir gewusst wie kuenstlerisch begabt die Kinder sind,, die mit der uebriggebliebenen Farbe selbst ihr Waisenhaus verschoenerten, waere das wohl nicht noetig gewesen.
Wir haben Eier angemalt, mit den verschiedensten Resultaten. Und wie das eben so ueblich ist, haben die Kinder, manche laenger und manche kuerzer, nach ihren Suessigkeiten gesucht.
Außerdem haben wir an drei Nachmittagen ein Programm begonnen, bei dem man sich selber Ketten, Armbaender, und Ohringe basteln konnte. Auch bei den Jungen stieß dieses auf Gefallen, auch wenn diese das Gebastelte wohl eher weiterverschenken werden. Auch nach den Ferien haben die Kinder noch die Moeglichkeit ihre Arbeiten zu beenden.
Zum kroenenden Abschluss sind wir am Ostersonntag im Vergnuegungszentrum “Philoparc” gewesen, wo sich die Kinder im Swimmingpool austoben konnten, falls sie nach “Osterhuehnchen” mit Pommes noch die Kraft dazu hatten.
Jetzt faengt die Schule leider wieder an, und alles in allem waren es doch sehr gelungene Ferien.

Jeanne mit selbst gebasteltem Schmuck 


Unser Nesthaekchen Nadege


Fleißig am Schmuckproduzieren ( Blandine, Yendar Eduard, Pacom und San Kopain kuenstlerisch aktiv)


 Bastelzeug 




 Leon maeht den Rasen auf afrikanische Art 

 Kopain hat Geburtstag und freut sich darueber , schaukelnd mit Gilbert im neuen t-shirt 


 … und neuer Sonnenbrille 

 Viele Bunte Eier

Dracula- Ei von Leon 

 Blumig von Augustine 

 Von den großen Kuenstlern 

 Von den kleinen Kuenstlern… noch nicht ganz fertig 

 Beim Eiermalen ( Matthieu, Jeanne d Arc im Hintergrund, Ladi, Tante Akouvi, Gilles in rot ) 


 Kartenspielen ( Kopain, Julian und Eduard )

Baeaeaeaeaehhhh 

 Unsere neue Mama bastelt mit ( rechts ) 



 Mjammi ... ( Ladi und Helen essen Imjam ) 

 Lalabo mit selbstgemachtem Ohring


Sportsgeist… Yendar am Boden - ist zum Glueck nicht ernsthaft verletzt 

 Pacom und der Fußball… ein beinahe unzertrennliches Gespann

Donnerstag, 3. Januar 2013

Bericht IV von Robin - Weihnachten, Silvester u Neujahr





Noel et Bonne Année au Togo – Meine Eindrücke

Weihnachtsstimmung? Es hat hier im Dezember nicht ein einziges Mal geregnet. Es war heiß und die Luft trocken. Also um es kurz zu sagen: das komplette Gegenteil von den klimatischen Bedingungen, die ich sonst jedes Jahr Weihnachten gewöhnt war. Ich hatte das Gefühl, dass es immer noch endloser und trockener Sommer ist. Weihnachten hier ist also allein aufgrund der anderen klimatischen Bedingungen etwas komplett anderes.
Nachdem die Kinder am 21. Dezember Ferien bekommen haben, haben wir angefangen das Kinderhaus zu schmücken. Wir haben ganz viele Girlanden gemacht, kleine Tannenbäume ausgeschnitten und Sterne aus Holz gemacht. Alles war bunt und wir haben alles selbst gemacht. Ich muss sagen, dass es echt gut geworden ist. Die Kinder waren auch mit unserem Werk zufrieden und mir wurde so langsam bewusst, dass es ja bald Weihnachten ist.
Beim Dekorieren gab es auch einen lustigen Unfall. Wir haben Sterne aus Holz ausgesägt und sie danach angemalt. Der kleine Mathieu wollte die Dose mit der roten Farbe wieder ins Regal stellen. Die Dose wollte jedoch nicht ins Regal und die Dose ist auf Mathieu gefallen. Er war von oben bis unten rot. Auch in der Werkstatt war ein großer roter Fleck. Nach dem ersten Schock und der dritten Dusche hat Mathieu wieder gelacht und war von seinem roten Weihnachtsumhang befreit.
Am 24. Dezember beginnt auch hier in Togo das Weihnachtsfest. Tagsüber haben wir noch die letzten Vorbereitungen gemacht und die letzten Geschenke gekauft. Abends bin ich dann mit Freunden ins Seemannsheim in einen deutsch– französischen Gottesdienst gegangen. Danach gab es noch ein Buffet. Wir hatten einen schönen Abend und togolesische Weihnachtsstimmung lag in der Luft. 



Als ich in der Nacht wieder nach Hause gekommen bin, habe ich mich als Père Noel verkleidet und die Geschenke neben die Kopfkissen der Kinder gelegt. Am 25. Dezember ist in Togo der Hauptfeiertag. Am 26. Dezember ist auch kein freier Tag mehr. Es gibt also nur einen Weihnachtstag. Alle machen sich ganz schick. Für die Kinder wurde extra neue Kleidung vom Schneider gemacht. Sie sahen alle sehr gut aus in den traditionellen Kleidern und Anzügen. Wir haben einen Ausflug in ein salle des fêtes gemacht. Da haben wir dann gut gegessen und danach Tänze und unser einstudiertes Theaterstück aufgeführt. In dem Theaterstück haben die Kinder verschiedene Länder repräsentiert und ich (als Weihnachtsmann verkleidet) habe dann jeden “Weihnachtsbotschafter“ nach den Bräuchen in den Ländern gefragt. Die Kinder haben dann immer in den Landessprachen geantwortet und haben die Spezialitäten an alle verteilt. Der Weihnachtsmann hat den Togo - Botschaftern zum Beispiel zwei lebende Hühner mitgebracht. Oder Wein (Traubensaft) und Baguette für die Franzosen. Die weiteren Länder waren noch China, Spanien, Italien, Ghana, Amerika und Deutschland. Es war eine sehr lustige Aufführung und wir hatten eine schöne Atmosphäre.
Die Kinder haben sich vorher sehr auf Weihnachten gefreut und haben nach der Feier gesagt, dass es ein sehr schönes Weihnachtsfest für sie war. Das hat mich gefreut und ich muss sagen, dass mir das etwas andere Weihnachten auch einmal gefallen hat!


Auch in der ganzen Stadt merkte man ab dem 24. Dezember, dass es „weihnachtet“. In vielen Supermärkten und Tankstellen wurde weihnachtlich dekoriert. Oftmals kitschige bunte, blinkende Weihnachtsdekoration. In Lomé gab es auch eine riesige beleuchtete Krippe auf einem Kreisel in der Innenstadt. Das sah sehr gut aus und wurde für viele Togolesen zum Treffpunkt in der Innenstadt. Auch der Verkehr hat sich verändert. Die Verkehrssituation war katastrophal. Es gab viele Unfälle und viele Staus in der Stadt. Ich brauchte für den Weg in die Innenstadt, für den ich normalerweise höchstens 45 Minuten brauche jetzt auf einmal anderthalb Stunden. Die Verkehrssituation blieb bis Silvester so schlecht. Zum Ende des Jahres kam noch hinzu, dass viele Tankstellen kein Benzin mehr hatten. Viele Tankstellen waren geschlossen und an den wenigen Tankstellen, an denen es noch Benzin gab, waren kilometerweite Staus und Massenversammlungen. Die Verkehrsbedingungen zum Jahresende waren wirklich sehr angespannt und ungemütlich. Aber auch das gehört wohl zur Weihnachtszeit in Lomé.
Da die Kinder ja Ferien hatten, hatten wir immer viel Zeit im Kinderhaus. Père Noel hat einen neuen Fußball und eine Tischtennisplatte gebracht und damit wurde der Zeitvertreib wesentlich erleichtert. An dieser Stelle nochmal vielen Dank an die vielen Spender, die unsere neuen Fußballtore und die Tischtennisplatte finanziert haben. Ein großer Dank geht auch an die Paten! Ohne eure große Unterstützung würden die Kinder nicht so ein fröhliches Leben im Kinderhaus haben. Ich hoffe die Weihnachtspost ist bei allen angekommen!
Und dann kam auch schon Bonne Année. Am 31. Dezember war ich mit Gerd, meinem besten Freund hier, auf dem Grand marché und habe Getränke und Feuerwerk für die Feier am Abend eingekauft. Der Markt war extrem überfüllt und es war wirklich schwer sich zu bewegen. Mein Nachhauseweg hat zwei Stunden gedauert und ich habe zahlreiche Tankstellenstaus gesehen.
Die Mütter und ich haben dann zusammen die Feier vorbereitet. Wir hatten Ballons und viele Knicklichter für die Kinder. Knicklichter sind wirklich extrem beliebt bei den Kindern. Zum Essen haben wir Fufu gemacht und die Jungs haben zusammen mit dem Nachtwächter eine Ziege geschlachtet. Alle haben sich auf die Feier gefreut. Um 20:00 Uhr sind wir in die Kirche gegangen. Da der Gottesdienst jedoch nicht besonders gut war, haben wir uns ein bisschen früher aus dem Staub gemacht und sind wieder ins Kinderhaus gegangen. Die Jungs hatten dann viel Spaß beim Böllern. Schon seit Wochen wurden überall in der Stadt Feuerwerkskörper gezündet. Einen exzessiven und extrem unvorsichtigen Gebrauch von Böllern gibt es hier in Lomé. Nun durften auch endlich die Kinder ein bisschen Knaller werfen. Damit kam dann Stimmung auf und ab Mitternacht hatten wir dann eine fröhliche und bunte Silvesterparty. Alle haben getanzt und hatten Spaß bis spät in die Nacht.
Neujahr (Bonne Année) haben dann alle lange geschlafen und es war morgens etwas frisch. Der Harmattan hat begonnen. Der kalte, trockene Wüstenwind sorgt dafür, dass es morgens und abends etwas kälter ist und dass es noch mehr Staub gibt. Die Morgenfrische ist ganz angenehm und es ist lustig, dass der Harmattan genau am 1.Januar in Lomé angekommen ist. Mittags haben wir dann gut gegessen und getrunken. Es gab Salat, Reis und das Fleisch von der Ziege. Zum Nachtisch gab es dann ganz viele Kekse für die Kinder. Der 1. Januar war aber ein sehr ruhiger Tag, da wir uns alle von der Feier ausgeruht haben.
Nach den ganzen Feiern zum Jahresende, muss ich sagen, dass es wirklich eine einzigartige Erfahrung ist, diese Zeit in Togo mitzubekommen und dass es wirklich Spaß gemacht hat, mit den Kindern zusammen zu feiern. Es waren schöne Tage. 

Sonntag, 23. Dezember 2012

Frohes Fest

Der KHF-Arbeitskreis Hude/Delmenhorst wünscht allen Paten, Förderern, Spendern, Freunden und Interessierten ein 
Frohes und Gesegnetes Weihnachtsfest.


Sonntag, 25. November 2012

Bericht in der NWZ am 20.11.2012




Hans-Ulrich Hoss (rechts) berichtete über die Situation im Kinderhaus „Frieda“.
Bild: Merle Strudthoff


  Aids-Waisenhilfe
Nur Radieschen haben in Togo keine Zukunft

Kinderhaus Frieda entwickelt sich positiv 
von Merle Strudthoff



Hude Die Kinder laufen jeden Tag zu Fuß zur Schule. Meist barfuß absolvieren sie einen Marsch von 20 Minuten. In der Regenzeit sind die Lehmstraßen so überflutet, dass das Wasser bis zu den Knien reicht. Zum Mittagessen laufen sie wieder zurück, am Nachmittag geht es wieder zur Schule, denn der Unterricht wird ganztägig gestaltet. Das Auto, ein Neun-Sitzer, wird ausschließlich für Ausflüge genutzt. Darin finden alle 24 Kinder, drei Mütter, ein Betreuer und der Fahrer Platz.
Für die Menschen aus den Industrieländern ist so eine Situation nicht vorstellbar.
Am Freitagabend berichtete das Ehepaar Hoss in der Pastorei von seinen Erlebnissen im westafrikanischen Lomé, wo die Geschwister Wolfram Hartrampf und Bernade Hartrampf-Yovogan 2003 den gedanklichen Grundstein für das „Kinderhaus Frieda“ in Togo legten und 2006 schließlich feierlich eröffneten. Seit vielen Jahren begleiten Treeske Baettig-Hoss und Hans-Ulrich Hoss das Projekt, ihre Tochter Alyssa absolvierte sogar ein Freiwilliges Soziales Jahr in dem Heim.
Zur Infoveranstaltung der AIDS-Waisenkinderhilfe „Kinderhaus Frieda“ empfing Pastor Michael Lupas die Besucher „als Freunde, Partner und Förderer“ und zitierte das afrikanische Sprichwort: „Für die Erziehung eines Kindes braucht es ein ganzes Dorf“. „Das Kinderhaus Frieda ist zwar kein ganzes Dorf“, bemerkte Lupas, „aber ein großer Förderkreis, der die Kinder dort erzieht.“
Mithilfe einer PowerPoint-Präsentation veranschaulichte Hans-Ulrich Hoss seine Erfahrungen während des jüngsten Besuches in Togo. „Wir wurden sehr herzlich empfangen, das ist immer wieder toll“, schilderte der Arzt aus Delmenhorst. Außerdem zeigte Hoss Bilder von der renovierten Schule, die durch den Einfluss des „praktischen Entwicklungshelfers“ und Architekten Francis Kéré mit im Dach verarbeitetem Lehm einen kühleren Innenraum bekommen hat, als die üblichen afrikanischen Gebäude mit direkt darauf liegendem Blechdach.
Dem aufmerksamen Publikum berichtete Hoss von der neu angelegten Drainage im Innenhof des Kinderhauses: „In der Regenzeit steht das Wasser zwar auf den Straßen, das Gelände des Kinderhauses ist aber auch dann trocken.“ Über die Radieschen-Ernte im Garten erzählte Hoss grinsend: „Die Radieschen haben eine andere Schärfe als die gewohnte Nahrung.“ Ein weiterer Anbau der europäischen Wurzel werde vor Ort wohl keinen Anklang finden.
Besonders hervor hob Hans-Ulrich Hoss die Arbeit der jungen Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr in dem Kinderhaus, in dem hauptsächlich Vollwaisen aus der Region leben, absolvieren. Insgesamt zog Hoss, der sich für den Verein für Deutsch-Afrikanische Zusammenarbeit engagiert, ein positives Fazit: „Wir hatten wieder eine tolle Zeit in Lomé, und den Kindern vor Ort geht es gut.“

Dienstag, 13. November 2012

Bericht im Delmenhorster Kurier 12.11.12



Nach der ersten Hilfe

Von Tina Hayessen
Ein anderer Kontinent, eine andere Sprache, eine andere Kultur – wer aus Deutschland heraus wirklich in Afrika helfen will, muss viele Faktoren beachten. Das "Kinderhaus Frieda", ein Projekt, das vor allem aus Delmenhorst und umzu betreut wird, soll Aids-Waisen eine Zukunft ermöglichen. Seit sechs Jahren gibt es das Kinderhaus in Lomé, Togo. Die Kinder sind noch dieselben wie beim Start des Projekts – jetzt kommen neue Fragen und Herausforderungen auf die Verantwortlichen zu. Vor allem: Ist die Hilfe auch langfristig?

Delmenhorst. Einen Ort zum Leben sollten die Kinder haben, Fürsorge, zu essen natürlich, medizinische Versorgung und eine Schulbildung. Als der Arbeitskreis Hude/Delmenhorst des Vereins Deutsch-Afrikanische Zusammenarbeit 2006 das "Kinderhaus Frieda" in Lomé, Togo, gründete, waren die Probleme drängend, klar, offensichtlich. Fast alle der Kinder hatten beide Eltern an den HI-Virus verloren. 24 Jungen und Mädchen nahm das Kinderhaus auf, zwischen vier und zehn Jahre alt waren sie zu dieser Zeit.
"Jetzt werden einige zu jungen Erwachsenen", erzählt Hans Ulrich Hoss. Der Delmenhorster Arzt kommt gerade aus Lomé zurück. Dort war er zusammen mit seiner Tochter Alissa und seiner Frau Treeske Bättig-Hoss von Anfang bis Mitte Oktober. "Mindestens einmal im Jahr versuchen wir es einzurichten, dass jemand von uns hinfährt", sagt Hoss über den Arbeitskreis, der aus Delmenhorst und Hude heraus das Kinderhaus in Lomé betreut.
Natürlich gehe viel über das Internet, Abrechnungen würden selbstverständlich auch zwischen den Besuchen geschrieben, "aber es ist eben noch einmal etwas anderes, wirklich da zu sein". Einmal, weil so die Paten aus Deutschland jedes Jahr neu über das Projekt informiert werden können – denn die Unsicherheit, das Geld könnte gar nicht erst bei den Bedürftigen ankommen, ist schließlich eine der Hauptsorgen, wenn es ums Spenden geht. Aber natürlich geht es bei den Besuchen auch darum, die Verbindung zu pflegen, neue Probleme zu erkennen und im günstigsten Fall gleich zu lösen.
"Gerade bei einem anderen Kulturkreis kommen schnell Missverständnisse auf – die lassen sich über E-Mail nicht annähernd so gut klären wie in einem echten Gespräch", sagt Hoss. Nicht ganz so zügig aus der Welt geschafft sind andere Schwierigkeiten. Mit den Kindern sind auch deren Bedürfnisse gewachsen. Sie brauchen nun mehr als Essen und medizinische Versorgung. Soll die Hilfe langfristig sein, müssen Jobs für die Heranwachsenden her – und die sind ungleich schwerer aufzutreiben als ein warmes Mittagessen.
"Wir haben viel überlegt: Erst kam die Idee auf, ihnen eine Art Wohngemeinschaft zu ermöglichen", berichtet Hoss. Eine hübsche Überlegung sei das gewesen, die Jugendlichen bleiben beieinander, sie haben wieder ein Zuhause, möglicherweise eine angegliederte Werkstatt. "Doch das ist einfach unrealistisch", sagt Hoss. "Wenn die Kinder einen Job, eine Ausbildung bekommen, dann sicher nicht alle in der gleichen Ecke der Stadt. Die ist groß – und fahren ist richtig teuer."
Die momentanen Überlegungen sehen vor, den Jugendlichen Ausbildungsplätze zu beschaffen und sie für einen gewissen Obolus bei Familien einzuquartieren, die in der Nähe der Arbeitsstelle leben. Idealerweise Familien, die den Organisatoren über Kontakte vor Ort bekannt sind. Selbstverständlich müsse man auch Lehrgeld bezahlen. "Das ist dort, wie es hier früher war: Wer eine Berufsausbildung will, muss dafür Geld haben", stellt Hoss klar und denkt das Szenario zu Ende: "Die Jugendlichen könnten sich nach der Ausbildung selbstständig machen – als Tischler oder Elektroniker. Auch Wasseraufbereitung ist ein wichtiges Thema. Vorstellbar sind außerdem Wäschereien oder Nähereien."
Dafür würde das Projekt Kleinkredite bereitstellen. Die Jungunternehmer könnten sie in kleinen Raten zurückzahlen und es gäbe wieder neues Kapital für die nächste Generation. Die soll es natürlich auch wieder geben, betont Hoss. Denn natürlich hinterlassen noch immer HIV-infizierte Eltern nach ihrem Tod junge Kinder, die ohne familiäre Hilfe sind. Das Kinderhaus Frieda soll für sie ein Zuhause werden.
Auch wenn jetzt neue Probleme auf den Plan treten, Hoss ist vor allem froh, dass es das Projekt so weit geschafft hat. "Wir sind aus dem Gröbsten raus. Solche Projekte scheitern normalerweise in den ersten zwei Jahren, es hat sich gezeigt, dass die Strukturen auch Krisenzeiten überstehen." Gut ein Dutzend Leute sind im engeren Kreis der Organisatoren, dahinter stehen Paten, Geldgeber, die die Kinder mit verschiedenen Beträgen unterstützen. Außerdem Menschen, die bei verschiedenen Benefizveranstaltungen ein paar Euro für den guten Zweck zu geben bereit sind.
Wenn alles so klappt, wie sich Hoss und der Arbeitskreis Hude/Delmenhorst sich das vorstellen, könnten die Kinder, die bald neu ins Kinderhaus ziehen, später von der Vorarbeit der Älteren profitieren – und zum Beispiel bei ihnen in die Lehre gehen. Bis dahin ist noch viel zu tun, zu bedenken und möglicherweise auch zu verwerfen. Die Kinder nach Deutschland zu holen, stehe allerdings nicht zur Debatte. "Wir wollen nicht den schnellen Erfolg, das ist manchmal nur ganz schwer auszuhalten", räumt Hoss ein. Aber weder für die Kinder noch ihr Land wäre es ideal, die Jugendlichen einfach in ein Flugzeug nach Deutschland zu setzen.
"Man muss die Gegebenheiten des Landes bedenken und danach handeln", ist Hoss überzeugt. Alle Pläne, die er und die übrigen Arbeitskreismitglieder für die Zukunft der Kinder geschmiedet haben, sind noch nicht fest, unterstreicht er. "Aber es hat sich gezeigt, dass sich immer eine Lösung findet", hält er dagegen und es blickt ein wenig die Lockerheit und Zuversicht durch, die er zuvor als typisch für die Menschen in Lomé beschrieben hat.
Am 16. November um 19 Uhr berichtet Hoss über die aktuelle Situation im Kinderhaus Frieda. Alle Paten, Förderer und Interessierten sind dazu in die evangelische Kirche Hude, Vielstedter Straße 48, eingeladen. Weitere Infos zum Projekt gibt es unter www.kinderhaus-frieda.de.


Sonntag, 11. November 2012

Bericht III von Robin

Hallo ihr Lieben im kalten Deutschland!
Ich dachte mir es wird mal wieder Zeit für eine Nachricht aus Togo!
Et voilà:
Feiern im Oktober. Im Oktober haben wir hier viel gefeiert, wenn ich mir das so recht überlege. Meinen Geburtstag haben wir sehr schön gefeiert. Es war eine schöne Erfahrung, den Geburtstag hier im Kinderhaus zu feiern. Und es war schön, dass so viele Leute an mich gedacht haben.

Ich habe mich wirklich sehr über alle Geburtstaggrüße per Mail und per Handy gefreut. Schön dass ihr an mich gedacht habt!
Hier im Kinderhaus haben wir mittags eine kleine Feier gestartet. Ich habe Getränke und Essen besorgt und dann wir gut gefeiert. Innocent (ein Freund hier) kam dann nachmittags vorbei und hat mir Orangen geschenkt und dann haben wir Orangensaft gemacht. Es war also ein schöner besonderer Tag, aber ich freue mich auch schon wieder auf meinen Geburtstag in der Heimat!
Dann haben wir im Oktober natürlich auch das Oktoberfest! gefeiert. Am 26.10. war im Goethe Institut eine bayrische Trachtengruppe und hat dann mal ein bisschen deutsche Kultur gezeigt. Es gab für jeden 2 Bier und 2 Würstchen. Ich sage euch, die Würstchen waren soo lecker. Da habe ich Sehnsucht nach Grillen und Bratwurst in Deutschland bekommen. Aber im Moment ist bei euch ja nicht so die Grillsaison. Ich war mit Gerd, meinem besten Freund hier und dazu noch ein Münchener beim Oktoberfest. Es war ein schöner Abend. Beim Oktoberfest habe ich auch Anton getroffen. Er kommt aus Göttingen. Ganz schön verrückt. Er wohnt in Agoué, das Quartier nebenan und arbeitet in einer Schule und in einem Waisenhaus. Am Sonntag haben wir gleich mal zusammen einen Ausflug ins Seemannsheim gemacht. Ich wollte ihn demnächst mal besuchen. Er wohnt in einer WG mit anderen deutschen Freiwilligen.
Und Ende Oktober haben wir dann noch einen kleinen Halloween Abend gemacht. Da Verkleiden und an Haustürenklingeln, hier in Lomé etwas schwierig und ungewöhnlich ist, habe ich mir gedacht machen wir doch so eine Art Lichterfest. Ich hatte noch Knicklichter aus Deutschland und alle waren voll begeistert davon. Dann habe ich noch Kekse besorgt und wir haben einen gemütlichen Abend verbracht. Da meine Freundin ja in Amerika ist und Halloween da bestimmt ein großes Ereignis war, haben wir viel an die Amerikaner gedacht.
Es gab auch im Oktober ein paar Feiertag, von denen ich gar nicht wusste, dass sie existieren, aber die Kinder haben sich immer gefreut, wenn sie mal einen Tag frei hatten und sich ausruhen konnten.
Mit den Müttern, trinke ich jeden Sonntagabend ein Bier. Da freuen wir uns immer drauf. Wir resümieren, dann was so in der Woche passiert ist, was nächste Woche so anliegt und lachen und plaudern, meistens bis spät abends. Ich hoffe, dass wir diese „Tradition“ beibehalten werden.
Fufu verbindet. Mein Kumpel Innocent, arbeitet in einer Bar nebenan. Wir haben letztens zusammen gekocht. Fufu! Mein Lieblingsgericht hier. Ich habe zum ersten Mal die Soße dazu gemacht – naja natürlich mit Hilfe von ihm. Ich habe das ganze Gemüse geschnitten. Also Tomaten, Zwiebeln, Gambo und Auberginen und dazu haben wir Poulet also Hühnchen gegessen. Sehr lecker! Als ich jedoch die Sauce gemacht habe, habe ich auch die Chilischoten entkernt und klein gemacht. Innocent hat gesagt, dass meine Hände danach ein „bisschen“ brennen könnten. „Naja, was soll’s“ dachte ich mir und habe es einfach gemacht. Hätte ich aber gewusst, dass meine Hände noch den ganzen Tag brennen werden und ich nichts mehr mit den Händen machen konnte, hätte ich es nicht gemacht. Aber naja – wieder eine Erfahrung reicher.
Wir haben dann mit Fatih und Akouwi zusammen gegessen , alle aus einem Topf. Es war eine schöne Atmosphäre. Irgendwie ein schönes Zusammensein. (Deshalb auch Fufu verbindet) Es war aber so lecker, dass ich viel zu viel gegessen habe. Man hätte ich mich von Innocents Bar auch nach Hause rollen können.
Bei ihm trinke ich öfter mal was. Bei ihm gibt es immer leckeres Malzbier und Sprite und Fanta und alles was man sich sonst noch so wünscht. Ich darf auch Flaschen mit nach Hause nehmen und dann wiederbringen. Eigentlich ist das nicht so üblich hier. Die großen Flaschen (Cola, Fanta, Sprite, Bier,…) sind in den Bars aber günstiger als die Dosen, die man sonst überall kaufen kann. Deshalb mache ich das öfter mal.
Innocent ist wirklich nett, wir unterhalten uns immer gut. Es tut ganz gut die Nachbarschaft hier gut zu kennen. Es ist eigentlich ganz untypisch für eine Großstadt, dass man jeden grüßt und man sich so gut kennt. Lomé ist eher ein großes Dorf. Die Mentalität hier, ist nicht mit der Mentalität in einer deutschen Großstadt vergleichbar.
Ein afrikanischer Markt. Am Anfang war ich immer ein bisschen geschockt vom Erscheinungsbild des Markts hier. Man kann vielleicht sagen, dass ich beeindruckt bin von der „Andersheit“ (Ja, ich konnte mich auch schon mal besser auf Deutsch ausdrücken )
Mittlerweile gehe ich hier richtig gerne auf den Markt. Hier im Stadtviertel ist immer dienstags und samstags Markt. Dann ist hier richtig was los. Man bekommt eigentlich alles auf dem Markt. Viel schönes, leckeres Obst. Am liebsten esse ich hier Bananen und Ananas. Obst ist auch einfach so schön günstig und lecker. Am Samstag habe ich für alle Kinder Bananen und Ananas gekauft. Also wirklich viel Obst und das für 2.000 Francs (umgerechnet etwa 3€). Dann gibt es viel Stoff auf dem Markt, viel Fisch, viel Fleisch und dann viele kleine Stände mit Süßigkeiten und noch alles was das afrikanische Herz begehrt.
Letztens habe ich mir auch so eine große Matte gekauft. Ein bunte, geflochtene zum draufsetzten oder drauflegen. Jetzt habe ich mir in meinem Zimmer eine kleine Leseecke gemacht. Mit einem Kissen und einer dünnen Decke. Ist ganz gemütlich. Demnächst wollte ich mir noch einen Tisch bauen.
Schule in Lomé. Ich gehe hier jeden Mittwoch- und Freitagvormittag mit den Kindern in die Schule und folge dem Unterricht. Sonst bringe ich die Kinder ja immer nur zur Schule und hole sie ab, aber mittwochs und freitags bleibe ich und beobachte ein bisschen den Unterricht. Vor allem Englisch mache ich viel mit den Größeren. Mit dem Englisch Lehrer habe ich abgemacht, dass ich auch manche Lektionen unterrichten werde. Mal gucken wie das wird!
Das Schulsystem hier in Togo ist wirklich etwas ganz anderes als bei uns. Die Schule der Kinder ist ganz schön angelegt. Es gibt einen schönen Pausenhof mit Mangobäumen und viel Platz zum Toben. Die Klassenzimmer sind alle offen. Da Grundschule und College zusammen sind, sind alle auf der gleichen Schule. Die Grundschulklassen umfassen meist so 60 Schüler. Die höheren Klassen zwischen 30 und 40. In der Schule ist es immer extrem laut, denn die Kleinen machen richtig Lärm. Sie singen sehr viel und sind schwer zu beruhigen. Ich habe echt Respekt vor den Lehrern, die die Klassen unterrichten.

Das war’s auch wieder von mir! Ich wollte dieses Mal ein bisschen strukturierter schreiben, als in der letzten Mail. Ich hoffe es hat euch interessiert!

Sonnige Grüße aus Lomé,
Robin