19.07.16
In der heutigen NWZ ist ein Artikel über die Benefizkonzerte des Projekt-Chors unter der Leitung von Alfred Stalling zu Gunsten des KHF enthalten.
Dienstag, 19. Juli 2016
Mittwoch, 22. Juni 2016
Freitag, 10. Juni 2016
Donnerstag, 14. Januar 2016
Samstag, 5. September 2015
Kalender 2016
Es gibt einen Kinderhaus-Frieda Kalender für 2016.
Unter anderem erhältlich am Sonntag auf dem Huder Bürgerfest am Infostand des Kinderhaus Frieda.
http://www.nwzonline.de/…/mit-fotokalender-waisen-in-westaf…
Unter anderem erhältlich am Sonntag auf dem Huder Bürgerfest am Infostand des Kinderhaus Frieda.
http://www.nwzonline.de/…/mit-fotokalender-waisen-in-westaf…
Donnerstag, 2. Juli 2015
Bericht vom Besuch im Kinderhaus ( Frühjahr 2015)
Zurück
vom Besuch des Kinderhauses Frieda in Lomé
Schwer bepackt mit gespendeter
Kleidung, Fußballtrikots, Fußballschuhen und französischen
Kinderbüchern bin ich gemeinsam mit 2 Freundinnen in den
Osterferien für eine Woche nach Lomé gereist, um das Kinderhaus
Frieda zu besuchen. An einem Freitagabend wurden wir von unseren
togoischen Freunden Etienne Yawo Dablé, Dosseh Dogbo, der auch seit
März 2014 der Präsident unseres afrikanischen Partnervereins ist,
sowie der Freiwilligen Clara Padis am Flughafen empfangen und nach
einem gemeinsamen späten Abendessen in unser Hotel gebracht. Dabei
war auch der ehemalige Freiwillige Robin Frisch, der für 6 Wochen
Togo und die Elfenbeinküste besucht hat.
Am nächsten Morgen ging es durch
brütende Hitze zu Fuß zum Kinderhaus, nicht ohne vorher auf einem
typischen togoischen Markt Früchte wie Ananas, Mangos, Papayas und
Bananen für die Kinder und Jugendlichen gekauft zu haben.
Mit einem fröhlichen Tanz wurden wir
dann im Kinderhaus empfangen, spielten und unterhielten uns mit den
Kindern und Angestellten.
Natürlich stand auch ein Ausflug an
den Atlantik - gefördert durch Patenspenden - auf dem Programm.
Nach fröhlichem Spielen in der heftigen Brandung und am Strand
stärkten sich alle mit Hamburgern und Pommes. Außerdem ermöglichen
die Spenden, die Kinderhausbibliothek aufzustocken.
Allen Spendern herzlichen Dank!
Besucht haben wir die beiden Mädchen,
die in der Klosterschule in Afagnan seit einem Jahr wohnen und zur
Schneiderin ausgebildet werden.
Beide Mädchen zeigten uns stolz ihren
kleinen Garten, den jeder Lehrling bewirtschaftet und gaben uns
gleich frisches Gemüse für die Kinderhausmütter mit.
Gemeinsam mit dem Vorstand des
afrikanischen Vereins fand ein anregender Gedankenaustausch statt, in
dem es vor allem auch um die weitere Zukunft der Jugendlichen nach
Schulabschluss ging.
Angedacht ist, den Start der jungen
Erwachsenen ins Berufsleben gegebenenfalls durch Mikrokredite zu
fördern oder ein Stipendium auf Kreditbasis zu gewähren.
Ein Mädchen macht im Sommer Abitur und
wird voraussichtlich an der Universität in Lomé studieren.
Die vier Ältesten (2 Jungen und 2
Mädchen) haben inzwischen jeweils ein Zweibettzimmer in dem Gebäude
mit der Wohnung des Geschäftsführers bezogen, damit sie sich gut
auf die bevorstehenden Prüfungen vorbereiten können.
Durch frei gewordene Plätze sind
inzwischen 2 Mädchen neu im Kinderhaus aufgenommen und im Herbst
2015 kommen 4 weitere Kinder hinzu. Hierfür werden noch neue Paten
gesucht, da die Jugendlichen in Ausbildung weiterhin finanziert
werden müssen. Auch Einzelspenden helfen.
Bankverbindung DAZ e.V.
IBAN: DE 49 1505 0500 0232 0082 56
BIC : NOLA DE 21GR W
Sparkasse Vorpommern
Stichwort: Kinderhaus Frieda
Weitere Informationen und
Patenschaftserklärungen unter:
www.kinderhaus-frieda.de
(muss überarbeitet werden)
Kontakt:
DAZ e.V. – Arbeitskreis
Hude/Delmenhorst
Jutta Hartrampf
Mohrunger Str. 10 27798 Hude
04408 – 6935
jutta.hartrampf@ewetel.net
Hans Ulrich Hoss
Oldenburger Str. 108 27753
Delmenhorst
01725115969
t.baettig-hoss@t-online.de
Infoabend
Infoabend November 2014 für Paten, Spender, Interessierte:
Kinderhausfreiwilliger berichtet
Nach der Begrüßung
der zahlreich erschienenen Paten und Förderer des Kinderhaus Frieda
(Lomé, Westafrika) durch Pastor Michael Lupas in der Pastorei gab
Jutta Hartrampf einen Rückblick auf das zurückliegende Jahr:
turnusmäßig
wählte der afrikanische Partnerverein einen neuen Vorstand; 2 kleine
Mädchen wurden neu im KH aufgenommen; das Mädchen, das inzwischen
eine Ausbildung zur Schneiderin macht, hat weiterhin guten Kontakt
zum Kinderhaus; 4 ältere Kinder (2 Mädchen/2Jungen) sind in zwei
eigene Zimmer eingezogen, um sich in Ruhe auf das Abitur vorbereiten
zu können.
Seit dem 1.
September ist wieder eine weltwärts-Freiwillige im KHF.
Ganz besonders
bedankt hat sich J.Hartrampf bei den Paten und Spendern.
Besonders angetan
waren die Anwesenden von dem Bericht des weltwärts-Freiwilligen
Robin Frisch. Durch seine Erzählung wurde deutlich, dass Robin, der
1 Jahr mit den Kindern gelebt hat, einen viel tieferen Einblick in
ihr Leben gewinnen konnte als ein Besucher, der nur für 2-3 Wochen
im KHF ist.
Anhand von Bildern
stellte Robin den Alltag der Kinder und deren Persönlichkeiten und
Eigenarten lebendig dar. Bilder über Festtage wie Weihnachten und
Geburtstag sowie Ausflüge ergänzten seinen Bericht, und auch in die
politische Situation in Togo gab er einen kurzen Einblick.
2 Monate in Afrika
Bericht Clara Padis,(weltwärts Freiwillige)
seit
1. Sept.14 in Lomé
Schreibt
im Oktober 14 in ihrem Blog:
Neues aus Afrika!
Es
ist sind jetzt 2 Monate vergangen seit ich hier in Togo angekommen
bin. In diesen zwei Monaten habe ich natürlich viel erlebt.
Die
Arbeit mit den Kindern macht mir sehr viel Spaß. Es ist etwas
Besonderes mit ihnen zu Leben und ihrer Alltag zu teilen. Jeden
Morgen steh ich um halb 6 auf und frühstücke gemeinsam mit ihnen
bevor sie gegen halb 7 zur Schule gehen. Am Vormittag habe ich dann
oft Freizeit und beschäftige mich nach Lust und Laune. Ich treffe
mich mit Freunden, lerne mit meinem Mentor Eve, gehe auf den Markt
oder arbeite gemeinsam mit dem Direktor vom Kinderhaus. Ich verbringe
auch viel Zeit auf dem Dach vom Kinderhaus, lese und genieße die
morgendliche Sonne. Manche Kinder kommen um halb eins heim und um
zwei Uhr mittags hole ich die 4 Kinder ab, die in der Grundschule
sind. Die Kinder sind in einer Privatschule, die sich aber nicht sehr
weit entfernt vom Kinderhaus befindet.
Nachmittags
bleibt ein bisschen Zeit übrig zum Spielen und gegen 16h fangen sie
mit den Hausaufgaben an, wo ich sehr gefragt bin vor allem in English
und Mathematik. Oft sitzen wir nach dem Essen noch lange zusammen und
quatschen über alles Mögliche und das ist meist meine Lieblingszeit
des Tages.
Am
Wochenende gehen wir jeden Sonntagmorgen (um 6h) in die Kirche. Die
Messe geht ungefähr drei Stunden dennoch kommt es mir überhaupt
nicht so lang vor obwohl alles auf eve ist und ich bis jetzt noch
nicht so viel davon verstehe aber es ist einfach sehr beeindruckend
die überfüllte Messe von tanzenden und singenden
Menschen in ihrer bunten traditionellen Kleidung zu bestaunen.
Mittlerweile habe ich mir auch zwei Kleider schneidern lassen und am
liebsten würde ich sie die ganze Zeit tragen!
Sonntagnachmittag
besuche ich einen Salsa-Kurs. Wer hätte gedacht, dass ich
ausgerechnet in Afrika Salsa lernen würde! Durch
Mentor Djato
Diese
Woche habe ich den Unterricht der Kinder mit verfolgt. Es war sehr
interessant für mich, insbesondere der eve Unterricht wo ich fleißig
mitmachen musste. Aber die Arbeit hat sich gelohnt denn alle Kinder
sind, nach dem ich alle Vokale in Eve richtig ausgesprochen
habe, aufgesprungen und haben applaudiert
Um
euch einen besseren Einblick über meinen Alltag zu geben habe ich
euch meinen Essensplan aufgeschrieben.
Essensplan
im Kinderhaus :
|
Jour de la semaine
|
Matin
|
Midi
|
Soir
|
|
Lundi
|
La bouillie
|
Les haricots avec Gari
|
La pâte
|
|
Mardi
|
Le riz
|
Injam
|
Salade
|
|
Mercredi
|
La bouillie
|
Le riz
|
La pâte avec viande
|
|
Jeudi
|
Injam
|
La pâte
|
Spaghetti
|
|
Vendredi
|
La bouillie de riz
|
Les haricots avec Gari
|
Koliko
|
|
Samedi
|
Le riz
|
Fufu
|
La pâte
|
|
Dimanche
|
Pain avec œuf et Milo
|
Le riz avec viande
|
Spaghetti
|
So,
wahrscheinlich hilft das den meisten unter euch nicht weiter solange
ich nicht ein paar Erklärungen dazu gebe:
La
bouillie de riz: Ist sehr gut mit Milchreis zu vergleichen auch wenn
es ohne Milch zubereitet wird J .
Der Geschmack ist aber sehr ähnlich. Es gibt verschiedene Arten „la
bouillie“ vorzubereiten: mit Maniok, Mais oder Reis. Wobei Reis
wirklich die genießbarste Version darstellt.
Koliko:
frittierte Inyam. Mit einer scharfen Tomatensauce zubereitet wird es
zu meinem Lieblingsgericht hier in Togo! J
La
pâte: Das Hauptgericht im Kinderhaus und auch generell viel in Togo
zubereitet. La pâte alleine hat nicht viel Geschmack (es wird mit
Maismehl und Wasser zubereitet). Die Sauce macht den eigentlichen
Geschmack aus und davon gibt es viele verschiedene. La pâte avec
Gombo ist eine der beliebtesten. Ganz einfach zu erklären: Grün und
Schleimig. Wer weiß, vielleicht werde ich ja trotzdem am Ende dieses
Jahres ein Fan davon!
Insgesamt
schmeckt mir das Essen hier aber sehr gut. Was natürlich am besten
ist sind die süßen Früchte die man auf dem Markt für unglaublich
Günstig bekommt. Auch Avocado kann man hier in ausgiebigen Mengen
finden, und viele von euch wissen, dass ich ein besonderes Faible für
Avocados habe.
Hier noch ein paar
Schnappschüsse. Viel Spaß beim Anschauen!
É YI ZAN DÉ
Montag, 1. September 2014
Informationen aus dem Kinderhaus
Informationen
aus dem Kinderhaus
Auf der
letzten Mitgliederversammlung hat unser afrikanischer Partnerverein
Association
Aide aux Enfants Orphelins du Sida einen
neuen Vorstand gewählt.
Neuer
Präsident ist Herr Dosseh Dogbo
Schriftführer
ist Herr Cosme Hator
Schatzmeister
ist Herr Kokou Raphael Woglo
Außerdem
ist seit dem 1. September die neue weltwärts-Freiwillige Clara
Padis im Kinderhaus.
Sonntag, 31. August 2014
Der weltwärts Freiwillige Nick Hellerung berichtet zum Abschluss seines Jahres im Kinderhaus Frieda über einige kleine Erlebnisse mit den Kindern.
Der
weltwärts Freiwillige Nick Hellerung berichtet zum Abschluss seines
Jahres im Kinderhaus Frieda über einige kleine Erlebnisse mit den
Kindern.
![]() |
| Nick und Kopin |
Das
Belohnungsprinzip
Natürlich
soll ein Schüler am besten aus Begeisterung am Unterrichtsstoff
seine schulischen Leistungen beziehen. Da das aber oft nicht so
funktioniert, überlegte ich mir ein Belohnungsprinzip, das die
Kinder im Waisenhaus zu besseren Leistungen anspornen könnte. Ich
erklärte ihnen also, dass sie zu mir kommen sollten, wenn sie in
einer Arbeit eine gute oder sehr gute Leistung erbracht hatten oder
eine besondere Verbesserung in einem Fach zu erkennen ist. Ich würde
das mit einer Süßigkeit belohnen. Und, oh Wunder, in den nächsten
zwei Wochen kamen immer wieder Kinder zu mir ihre guten Noten
vorweisend. Welch Erfolgserlebnis; bereitwillig verteilte ich
Süßigkeiten. Erst als Gilles, der dieses Jahr bisher eher
schulische Schwierigkeiten hatte, zweimal am selben Tag zu mir kam,
fing ich an Verdacht zu schöpfen und guckte genauer hin. Bei der
Arbeit, die Gilles mir zeigte, fehlte die erste Seite und das aus
gutem Grund. Auf dieser ist nämlich zu sehen, dass es sich um
Oliviers und nicht um Gilles Arbeit handelte und natürlich hatten
mich die Kinder schon die ganze Zeit reingelegt. Na gut, so viel
Naivität wie ich sie hier bewiesen hatte, gehört vermutlich auch
bestraft. Das Belohnungsprinzip ist jedenfalls erstmal wieder
abgeschafft.
Tanzkünste
In der
westafrikanischen Kultur wird getanzt. Oft sieht man schon
zweijährige Kinder mitwippen oder die Bewegungen der Großen
nachahmen und es findet sich immer sehr schnell ein Erster auf der
Tanzfläche, wenn danach gefragt ist. Auch im KHF kommt es immer
wieder zu überraschenden Tanzabenden, die zwar meist etwas
unromantisch vor dem Fernseher ( Musikvideos ) stattfinden, aber
trotzdem ihren Reiz haben. Die Kinder können sich nach afrikanischer
Manier natürlich beeindruckend bewegen und freuen sich aber fast
noch mehr, sich über die Tanzversuche der deutschen Besucher
amüsieren zu können. Beim Nachahmen afrikanischer Tänze stell ich
mich wohl genauso elefantenhaft an wie jeder andere vor mir, aber
wenn die Kinder was zu lachen haben, ist das doch an sich gar nicht
so schlecht. Ich habe nie getanzt, aber was mich rettet, sind ein
paar Breakdance -Schritte, die mir ein Bekannter mal flüchtig
beigebracht hat. Von denen bekommen die Kinder gar nicht genug,
machen sie nach und vermischen sie mit afrikanischem Hüftschwung.
Ich muss jetzt immer tanzen und kann nur hoffen, dass die Kinder
nicht allzubald merken, dass meine Tanzkünste sich auf drei
Schrittfolgen reduzieren. Und wenn das doch irgendwann passiert, tanz
ich eben wieder den europäischen Elefanten.
Sterne
über Lomé
Das Dach des
Kinderhauses bietet eine wirklich schöne Aussicht. Ich selbst sitze
oft dort oben, um den Sonnenuntergang und den farbengewaltigen
Himmmel zu bestaunen. Auch die Kinder, gerade die kleinen frechen
Jungen um Matthieu, Gilles, Julian, Eduard und San lieben das Dach,
obwohl oder wahrscheinlich gerade, weil es für sie verboten ist.
Manchmal aber
mach ich eine Ausnahme. Das läuft dann in etwa so ab: “Habt ihr
auch eure Hausaufgaben gemacht?” “ Ja, Onkel Nick.” “Wart ihr
auch artig?” “Natürlich nicht Onkel Nick.” Ich nehme das dann
hin und wir gehen trotzdem zum Sterne gucken, ehrlich gesagt auch,
weil es oft meine liebsten Momente sind. Unter dem Sternenhimmel
fangen die Kinder an von sich zu erzählen ( also so richtig ) und es
ist immer ganz schrecklich romantisch. Das letzte Mal sind wir alle
eingeschlafen und erst mitten in der Nacht schlafwandlerisch in
unsere Betten geschlichen. Bevor ich einschlafe denke ich noch:”Das
wird mit fehlen.”
Freitag, 9. Mai 2014
Sonntag, 27. April 2014
Ostern im KHF - ein Bericht von Nick
Ostern
im Kinderhaus
Auch in Togo feiert
man Ostern und natuerlich auch im Kinderhaus Frieda.
Die derzeit 23
Kinder sind auch dieses Jahr in ihren eineinhalb Wochen
Osternferien gut beschaeftigt gewesen. Neben den ueblichen
Ferienbeschaeftigungen wie Karten-, Murmel- und Fussballspielen gab
es ein traditionelles Osterprogramm, aber auch andere Anregungen.
Die Mauer auf dem
Hof wirkte immer ein bisschen trist und farblos, weshalb wir 3
Kuenstler engagierten um uns “Stadion KHF” ( Kinderhaus Frieda )
-auf franzoesisch “ Stade KHF”- an ebendiese zu schreiben.
Haetten wir gewusst wie kuenstlerisch begabt die Kinder sind,, die
mit der uebriggebliebenen Farbe selbst ihr Waisenhaus verschoenerten,
waere das wohl nicht noetig gewesen.
Wir haben Eier
angemalt, mit den verschiedensten Resultaten. Und wie das eben so
ueblich ist, haben die Kinder, manche laenger und manche kuerzer,
nach ihren Suessigkeiten gesucht.
Außerdem haben wir
an drei Nachmittagen ein Programm begonnen, bei dem man sich selber
Ketten, Armbaender, und Ohringe basteln konnte. Auch bei den Jungen
stieß dieses auf Gefallen, auch wenn diese das Gebastelte wohl eher
weiterverschenken werden. Auch nach den Ferien haben die Kinder noch
die Moeglichkeit ihre Arbeiten zu beenden.
Zum kroenenden
Abschluss sind wir am Ostersonntag im Vergnuegungszentrum “Philoparc”
gewesen, wo sich die Kinder im Swimmingpool austoben konnten, falls
sie nach “Osterhuehnchen” mit Pommes noch die Kraft dazu hatten.
Jetzt faengt die
Schule leider wieder an, und alles in allem waren es doch sehr
gelungene Ferien.
Fleißig am
Schmuckproduzieren ( Blandine, Yendar Eduard, Pacom und San
Kopain kuenstlerisch
aktiv)
Bastelzeug
Leon maeht den Rasen auf afrikanische Art
Kopain hat Geburtstag und freut sich darueber , schaukelnd mit Gilbert im neuen t-shirt
… und neuer Sonnenbrille
Viele Bunte Eier
Dracula- Ei von Leon
Blumig von Augustine
Von den großen Kuenstlern
Von den kleinen Kuenstlern… noch nicht ganz fertig
Beim Eiermalen ( Matthieu, Jeanne d Arc im Hintergrund, Ladi, Tante Akouvi, Gilles in rot )
Kartenspielen ( Kopain, Julian und Eduard )
Baeaeaeaeaehhhh
Unsere neue Mama bastelt mit ( rechts )
Mjammi ... ( Ladi und Helen essen Imjam )
Lalabo mit selbstgemachtem Ohring
Blumig von Augustine
Von den großen Kuenstlern
Von den kleinen Kuenstlern… noch nicht ganz fertig
Beim Eiermalen ( Matthieu, Jeanne d Arc im Hintergrund, Ladi, Tante Akouvi, Gilles in rot )
Kartenspielen ( Kopain, Julian und Eduard )
Baeaeaeaeaehhhh
Unsere neue Mama bastelt mit ( rechts )
Mjammi ... ( Ladi und Helen essen Imjam )
Lalabo mit selbstgemachtem Ohring
Dienstag, 1. Oktober 2013
Donnerstag, 3. Januar 2013
Bericht IV von Robin - Weihnachten, Silvester u Neujahr
Noel et Bonne Année au Togo – Meine Eindrücke
Weihnachtsstimmung? Es hat hier im Dezember nicht ein einziges Mal
geregnet. Es war heiß und die Luft trocken. Also um es kurz zu sagen:
das komplette Gegenteil von den klimatischen Bedingungen, die ich sonst
jedes Jahr Weihnachten gewöhnt war. Ich hatte das Gefühl, dass es immer
noch endloser und trockener Sommer ist. Weihnachten hier ist also allein
aufgrund der anderen klimatischen Bedingungen etwas komplett anderes.
Nachdem die Kinder am 21. Dezember Ferien bekommen haben, haben wir
angefangen das Kinderhaus zu schmücken. Wir haben ganz viele Girlanden
gemacht, kleine Tannenbäume ausgeschnitten und Sterne aus Holz gemacht.
Alles war bunt und wir haben alles selbst gemacht. Ich muss sagen, dass
es echt gut geworden ist. Die Kinder waren auch mit unserem Werk
zufrieden und mir wurde so langsam bewusst, dass es ja bald Weihnachten
ist.
Beim Dekorieren gab es auch einen lustigen Unfall. Wir haben
Sterne aus Holz ausgesägt und sie danach angemalt. Der kleine Mathieu
wollte die Dose mit der roten Farbe wieder ins Regal stellen. Die Dose
wollte jedoch nicht ins Regal und die Dose ist auf Mathieu gefallen. Er
war von oben bis unten rot. Auch in der Werkstatt war ein großer roter
Fleck. Nach dem ersten Schock und der dritten Dusche hat Mathieu wieder
gelacht und war von seinem roten Weihnachtsumhang befreit.
Am 24.
Dezember beginnt auch hier in Togo das Weihnachtsfest. Tagsüber haben
wir noch die letzten Vorbereitungen gemacht und die letzten Geschenke
gekauft. Abends bin ich dann mit Freunden ins Seemannsheim in einen
deutsch– französischen Gottesdienst gegangen. Danach gab es noch ein
Buffet. Wir hatten einen schönen Abend und togolesische
Weihnachtsstimmung lag in der Luft.
Als ich in der Nacht wieder
nach Hause gekommen bin, habe ich mich als Père Noel verkleidet und die
Geschenke neben die Kopfkissen der Kinder gelegt. Am 25. Dezember ist in
Togo der Hauptfeiertag. Am 26. Dezember ist auch kein freier Tag mehr.
Es gibt also nur einen Weihnachtstag. Alle machen sich ganz schick. Für
die Kinder wurde extra neue Kleidung vom Schneider gemacht. Sie sahen
alle sehr gut aus in den traditionellen Kleidern und Anzügen. Wir haben
einen Ausflug in ein salle des fêtes gemacht. Da haben wir dann gut
gegessen und danach Tänze und unser einstudiertes Theaterstück
aufgeführt. In dem Theaterstück haben die Kinder verschiedene Länder
repräsentiert und ich (als Weihnachtsmann verkleidet) habe dann jeden
“Weihnachtsbotschafter“ nach den Bräuchen in den Ländern gefragt. Die
Kinder haben dann immer in den Landessprachen geantwortet und haben die
Spezialitäten an alle verteilt. Der Weihnachtsmann hat den Togo -
Botschaftern zum Beispiel zwei lebende Hühner mitgebracht. Oder Wein
(Traubensaft) und Baguette für die Franzosen. Die weiteren Länder waren
noch China, Spanien, Italien, Ghana, Amerika und Deutschland. Es war
eine sehr lustige Aufführung und wir hatten eine schöne Atmosphäre.
Die Kinder haben sich vorher sehr auf Weihnachten gefreut und haben
nach der Feier gesagt, dass es ein sehr schönes Weihnachtsfest für sie
war. Das hat mich gefreut und ich muss sagen, dass mir das etwas andere
Weihnachten auch einmal gefallen hat!
Auch in der ganzen Stadt
merkte man ab dem 24. Dezember, dass es „weihnachtet“. In vielen
Supermärkten und Tankstellen wurde weihnachtlich dekoriert. Oftmals
kitschige bunte, blinkende Weihnachtsdekoration. In Lomé gab es auch
eine riesige beleuchtete Krippe auf einem Kreisel in der Innenstadt. Das
sah sehr gut aus und wurde für viele Togolesen zum Treffpunkt in der
Innenstadt. Auch der Verkehr hat sich verändert. Die Verkehrssituation
war katastrophal. Es gab viele Unfälle und viele Staus in der Stadt. Ich
brauchte für den Weg in die Innenstadt, für den ich normalerweise
höchstens 45 Minuten brauche jetzt auf einmal anderthalb Stunden. Die
Verkehrssituation blieb bis Silvester so schlecht. Zum Ende des Jahres
kam noch hinzu, dass viele Tankstellen kein Benzin mehr hatten. Viele
Tankstellen waren geschlossen und an den wenigen Tankstellen, an denen
es noch Benzin gab, waren kilometerweite Staus und Massenversammlungen.
Die Verkehrsbedingungen zum Jahresende waren wirklich sehr angespannt
und ungemütlich. Aber auch das gehört wohl zur Weihnachtszeit in Lomé.
Da die Kinder ja Ferien hatten, hatten wir immer viel Zeit im
Kinderhaus. Père Noel hat einen neuen Fußball und eine Tischtennisplatte
gebracht und damit wurde der Zeitvertreib wesentlich erleichtert. An
dieser Stelle nochmal vielen Dank an die vielen Spender, die unsere
neuen Fußballtore und die Tischtennisplatte finanziert haben. Ein großer
Dank geht auch an die Paten! Ohne eure große Unterstützung würden die
Kinder nicht so ein fröhliches Leben im Kinderhaus haben. Ich hoffe die
Weihnachtspost ist bei allen angekommen!
Und dann kam auch schon
Bonne Année. Am 31. Dezember war ich mit Gerd, meinem besten Freund
hier, auf dem Grand marché und habe Getränke und Feuerwerk für die Feier
am Abend eingekauft. Der Markt war extrem überfüllt und es war wirklich
schwer sich zu bewegen. Mein Nachhauseweg hat zwei Stunden gedauert und
ich habe zahlreiche Tankstellenstaus gesehen.
Die Mütter und ich
haben dann zusammen die Feier vorbereitet. Wir hatten Ballons und viele
Knicklichter für die Kinder. Knicklichter sind wirklich extrem beliebt
bei den Kindern. Zum Essen haben wir Fufu gemacht und die Jungs haben
zusammen mit dem Nachtwächter eine Ziege geschlachtet. Alle haben sich
auf die Feier gefreut. Um 20:00 Uhr sind wir in die Kirche gegangen. Da
der Gottesdienst jedoch nicht besonders gut war, haben wir uns ein
bisschen früher aus dem Staub gemacht und sind wieder ins Kinderhaus
gegangen. Die Jungs hatten dann viel Spaß beim Böllern. Schon seit
Wochen wurden überall in der Stadt Feuerwerkskörper gezündet. Einen
exzessiven und extrem unvorsichtigen Gebrauch von Böllern gibt es hier
in Lomé. Nun durften auch endlich die Kinder ein bisschen Knaller
werfen. Damit kam dann Stimmung auf und ab Mitternacht hatten wir dann
eine fröhliche und bunte Silvesterparty. Alle haben getanzt und hatten
Spaß bis spät in die Nacht.
Neujahr (Bonne Année) haben dann alle
lange geschlafen und es war morgens etwas frisch. Der Harmattan hat
begonnen. Der kalte, trockene Wüstenwind sorgt dafür, dass es morgens
und abends etwas kälter ist und dass es noch mehr Staub gibt. Die
Morgenfrische ist ganz angenehm und es ist lustig, dass der Harmattan
genau am 1.Januar in Lomé angekommen ist. Mittags haben wir dann gut
gegessen und getrunken. Es gab Salat, Reis und das Fleisch von der
Ziege. Zum Nachtisch gab es dann ganz viele Kekse für die Kinder. Der 1.
Januar war aber ein sehr ruhiger Tag, da wir uns alle von der Feier
ausgeruht haben.
Nach den ganzen Feiern zum Jahresende, muss ich
sagen, dass es wirklich eine einzigartige Erfahrung ist, diese Zeit in
Togo mitzubekommen und dass es wirklich Spaß gemacht hat, mit den
Kindern zusammen zu feiern. Es waren schöne Tage.
Sonntag, 23. Dezember 2012
Frohes Fest
Der KHF-Arbeitskreis Hude/Delmenhorst wünscht allen Paten, Förderern, Spendern, Freunden und Interessierten ein
Frohes und Gesegnetes Weihnachtsfest.
Sonntag, 25. November 2012
Bericht in der NWZ am 20.11.2012
![]() |
| Hans-Ulrich Hoss (rechts) berichtete über die Situation im Kinderhaus „Frieda“. Bild: Merle Strudthoff |
Aids-Waisenhilfe
Nur Radieschen haben in Togo keine Zukunft
Kinderhaus Frieda entwickelt sich positiv
von Merle Strudthoff
Kinderhaus Frieda entwickelt sich positiv
von Merle Strudthoff
Hude
Die Kinder laufen jeden Tag zu Fuß zur Schule. Meist barfuß absolvieren
sie einen Marsch von 20 Minuten. In der Regenzeit sind die Lehmstraßen
so überflutet, dass das Wasser bis zu den Knien reicht. Zum Mittagessen
laufen sie wieder zurück, am Nachmittag geht es wieder zur Schule, denn
der Unterricht wird ganztägig gestaltet. Das Auto, ein Neun-Sitzer, wird
ausschließlich für Ausflüge genutzt. Darin finden alle 24 Kinder, drei
Mütter, ein Betreuer und der Fahrer Platz.
Für die Menschen aus den Industrieländern ist so eine Situation nicht vorstellbar.
Am Freitagabend berichtete das Ehepaar Hoss in der Pastorei von seinen Erlebnissen im westafrikanischen Lomé, wo die Geschwister Wolfram Hartrampf und Bernade Hartrampf-Yovogan 2003 den gedanklichen Grundstein für das „Kinderhaus Frieda“ in Togo legten und 2006 schließlich feierlich eröffneten. Seit vielen Jahren begleiten Treeske Baettig-Hoss und Hans-Ulrich Hoss das Projekt, ihre Tochter Alyssa absolvierte sogar ein Freiwilliges Soziales Jahr in dem Heim.
Zur Infoveranstaltung der AIDS-Waisenkinderhilfe „Kinderhaus Frieda“ empfing Pastor Michael Lupas die Besucher „als Freunde, Partner und Förderer“ und zitierte das afrikanische Sprichwort: „Für die Erziehung eines Kindes braucht es ein ganzes Dorf“. „Das Kinderhaus Frieda ist zwar kein ganzes Dorf“, bemerkte Lupas, „aber ein großer Förderkreis, der die Kinder dort erzieht.“
Mithilfe einer PowerPoint-Präsentation veranschaulichte Hans-Ulrich Hoss seine Erfahrungen während des jüngsten Besuches in Togo. „Wir wurden sehr herzlich empfangen, das ist immer wieder toll“, schilderte der Arzt aus Delmenhorst. Außerdem zeigte Hoss Bilder von der renovierten Schule, die durch den Einfluss des „praktischen Entwicklungshelfers“ und Architekten Francis Kéré mit im Dach verarbeitetem Lehm einen kühleren Innenraum bekommen hat, als die üblichen afrikanischen Gebäude mit direkt darauf liegendem Blechdach.
Dem aufmerksamen Publikum berichtete Hoss von der neu angelegten Drainage im Innenhof des Kinderhauses: „In der Regenzeit steht das Wasser zwar auf den Straßen, das Gelände des Kinderhauses ist aber auch dann trocken.“ Über die Radieschen-Ernte im Garten erzählte Hoss grinsend: „Die Radieschen haben eine andere Schärfe als die gewohnte Nahrung.“ Ein weiterer Anbau der europäischen Wurzel werde vor Ort wohl keinen Anklang finden.
Besonders hervor hob Hans-Ulrich Hoss die Arbeit der jungen Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr in dem Kinderhaus, in dem hauptsächlich Vollwaisen aus der Region leben, absolvieren. Insgesamt zog Hoss, der sich für den Verein für Deutsch-Afrikanische Zusammenarbeit engagiert, ein positives Fazit: „Wir hatten wieder eine tolle Zeit in Lomé, und den Kindern vor Ort geht es gut.“
Für die Menschen aus den Industrieländern ist so eine Situation nicht vorstellbar.
Am Freitagabend berichtete das Ehepaar Hoss in der Pastorei von seinen Erlebnissen im westafrikanischen Lomé, wo die Geschwister Wolfram Hartrampf und Bernade Hartrampf-Yovogan 2003 den gedanklichen Grundstein für das „Kinderhaus Frieda“ in Togo legten und 2006 schließlich feierlich eröffneten. Seit vielen Jahren begleiten Treeske Baettig-Hoss und Hans-Ulrich Hoss das Projekt, ihre Tochter Alyssa absolvierte sogar ein Freiwilliges Soziales Jahr in dem Heim.
Zur Infoveranstaltung der AIDS-Waisenkinderhilfe „Kinderhaus Frieda“ empfing Pastor Michael Lupas die Besucher „als Freunde, Partner und Förderer“ und zitierte das afrikanische Sprichwort: „Für die Erziehung eines Kindes braucht es ein ganzes Dorf“. „Das Kinderhaus Frieda ist zwar kein ganzes Dorf“, bemerkte Lupas, „aber ein großer Förderkreis, der die Kinder dort erzieht.“
Mithilfe einer PowerPoint-Präsentation veranschaulichte Hans-Ulrich Hoss seine Erfahrungen während des jüngsten Besuches in Togo. „Wir wurden sehr herzlich empfangen, das ist immer wieder toll“, schilderte der Arzt aus Delmenhorst. Außerdem zeigte Hoss Bilder von der renovierten Schule, die durch den Einfluss des „praktischen Entwicklungshelfers“ und Architekten Francis Kéré mit im Dach verarbeitetem Lehm einen kühleren Innenraum bekommen hat, als die üblichen afrikanischen Gebäude mit direkt darauf liegendem Blechdach.
Dem aufmerksamen Publikum berichtete Hoss von der neu angelegten Drainage im Innenhof des Kinderhauses: „In der Regenzeit steht das Wasser zwar auf den Straßen, das Gelände des Kinderhauses ist aber auch dann trocken.“ Über die Radieschen-Ernte im Garten erzählte Hoss grinsend: „Die Radieschen haben eine andere Schärfe als die gewohnte Nahrung.“ Ein weiterer Anbau der europäischen Wurzel werde vor Ort wohl keinen Anklang finden.
Besonders hervor hob Hans-Ulrich Hoss die Arbeit der jungen Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr in dem Kinderhaus, in dem hauptsächlich Vollwaisen aus der Region leben, absolvieren. Insgesamt zog Hoss, der sich für den Verein für Deutsch-Afrikanische Zusammenarbeit engagiert, ein positives Fazit: „Wir hatten wieder eine tolle Zeit in Lomé, und den Kindern vor Ort geht es gut.“
Dienstag, 13. November 2012
Bericht im Delmenhorster Kurier 12.11.12
Nach der ersten Hilfe
Von Tina Hayessen
Ein anderer Kontinent, eine andere Sprache, eine andere
Kultur – wer aus Deutschland heraus wirklich in Afrika helfen will, muss viele
Faktoren beachten. Das "Kinderhaus Frieda", ein Projekt, das vor
allem aus Delmenhorst und umzu betreut wird, soll Aids-Waisen eine Zukunft
ermöglichen. Seit sechs Jahren gibt es das Kinderhaus in Lomé, Togo. Die Kinder
sind noch dieselben wie beim Start des Projekts – jetzt kommen neue Fragen und
Herausforderungen auf die Verantwortlichen zu. Vor allem: Ist die Hilfe auch
langfristig?
Delmenhorst. Einen Ort zum Leben sollten die Kinder haben,
Fürsorge, zu essen natürlich, medizinische Versorgung und eine Schulbildung.
Als der Arbeitskreis Hude/Delmenhorst des Vereins Deutsch-Afrikanische
Zusammenarbeit 2006 das "Kinderhaus Frieda" in Lomé, Togo, gründete,
waren die Probleme drängend, klar, offensichtlich. Fast alle der Kinder hatten
beide Eltern an den HI-Virus verloren. 24 Jungen und Mädchen nahm das
Kinderhaus auf, zwischen vier und zehn Jahre alt waren sie zu dieser Zeit.
"Jetzt werden einige zu jungen Erwachsenen",
erzählt Hans Ulrich Hoss. Der Delmenhorster Arzt kommt gerade aus Lomé zurück.
Dort war er zusammen mit seiner Tochter Alissa und seiner Frau Treeske
Bättig-Hoss von Anfang bis Mitte Oktober. "Mindestens einmal im Jahr
versuchen wir es einzurichten, dass jemand von uns hinfährt", sagt Hoss
über den Arbeitskreis, der aus Delmenhorst und Hude heraus das Kinderhaus in
Lomé betreut.
Natürlich gehe viel über das Internet, Abrechnungen würden
selbstverständlich auch zwischen den Besuchen geschrieben, "aber es ist
eben noch einmal etwas anderes, wirklich da zu sein". Einmal, weil so die
Paten aus Deutschland jedes Jahr neu über das Projekt informiert werden können
– denn die Unsicherheit, das Geld könnte gar nicht erst bei den Bedürftigen
ankommen, ist schließlich eine der Hauptsorgen, wenn es ums Spenden geht. Aber
natürlich geht es bei den Besuchen auch darum, die Verbindung zu pflegen, neue
Probleme zu erkennen und im günstigsten Fall gleich zu lösen.
"Gerade bei einem anderen Kulturkreis kommen schnell
Missverständnisse auf – die lassen sich über E-Mail nicht annähernd so gut
klären wie in einem echten Gespräch", sagt Hoss. Nicht ganz so zügig aus
der Welt geschafft sind andere Schwierigkeiten. Mit den Kindern sind auch deren
Bedürfnisse gewachsen. Sie brauchen nun mehr als Essen und medizinische
Versorgung. Soll die Hilfe langfristig sein, müssen Jobs für die
Heranwachsenden her – und die sind ungleich schwerer aufzutreiben als ein
warmes Mittagessen.
"Wir haben viel überlegt: Erst kam die Idee auf,
ihnen eine Art Wohngemeinschaft zu ermöglichen", berichtet Hoss. Eine
hübsche Überlegung sei das gewesen, die Jugendlichen bleiben beieinander, sie
haben wieder ein Zuhause, möglicherweise eine angegliederte Werkstatt.
"Doch das ist einfach unrealistisch", sagt Hoss. "Wenn die
Kinder einen Job, eine Ausbildung bekommen, dann sicher nicht alle in der
gleichen Ecke der Stadt. Die ist groß – und fahren ist richtig teuer."
Die momentanen Überlegungen sehen vor, den Jugendlichen
Ausbildungsplätze zu beschaffen und sie für einen gewissen Obolus bei Familien
einzuquartieren, die in der Nähe der Arbeitsstelle leben. Idealerweise
Familien, die den Organisatoren über Kontakte vor Ort bekannt sind.
Selbstverständlich müsse man auch Lehrgeld bezahlen. "Das ist dort, wie es
hier früher war: Wer eine Berufsausbildung will, muss dafür Geld haben",
stellt Hoss klar und denkt das Szenario zu Ende: "Die Jugendlichen könnten
sich nach der Ausbildung selbstständig machen – als Tischler oder Elektroniker.
Auch Wasseraufbereitung ist ein wichtiges Thema. Vorstellbar sind außerdem
Wäschereien oder Nähereien."
Dafür würde das Projekt Kleinkredite bereitstellen. Die
Jungunternehmer könnten sie in kleinen Raten zurückzahlen und es gäbe wieder
neues Kapital für die nächste Generation. Die soll es natürlich auch wieder
geben, betont Hoss. Denn natürlich hinterlassen noch immer HIV-infizierte
Eltern nach ihrem Tod junge Kinder, die ohne familiäre Hilfe sind. Das Kinderhaus
Frieda soll für sie ein Zuhause werden.
Auch wenn jetzt neue Probleme auf den Plan treten, Hoss
ist vor allem froh, dass es das Projekt so weit geschafft hat. "Wir sind
aus dem Gröbsten raus. Solche Projekte scheitern normalerweise in den ersten
zwei Jahren, es hat sich gezeigt, dass die Strukturen auch Krisenzeiten
überstehen." Gut ein Dutzend Leute sind im engeren Kreis der
Organisatoren, dahinter stehen Paten, Geldgeber, die die Kinder mit
verschiedenen Beträgen unterstützen. Außerdem Menschen, die bei verschiedenen
Benefizveranstaltungen ein paar Euro für den guten Zweck zu geben bereit sind.
Wenn alles so klappt, wie sich Hoss und der Arbeitskreis
Hude/Delmenhorst sich das vorstellen, könnten die Kinder, die bald neu ins
Kinderhaus ziehen, später von der Vorarbeit der Älteren profitieren – und zum
Beispiel bei ihnen in die Lehre gehen. Bis dahin ist noch viel zu tun, zu
bedenken und möglicherweise auch zu verwerfen. Die Kinder nach Deutschland zu
holen, stehe allerdings nicht zur Debatte. "Wir wollen nicht den schnellen
Erfolg, das ist manchmal nur ganz schwer auszuhalten", räumt Hoss ein.
Aber weder für die Kinder noch ihr Land wäre es ideal, die Jugendlichen einfach
in ein Flugzeug nach Deutschland zu setzen.
"Man muss die Gegebenheiten des Landes bedenken und
danach handeln", ist Hoss überzeugt. Alle Pläne, die er und die übrigen
Arbeitskreismitglieder für die Zukunft der Kinder geschmiedet haben, sind noch
nicht fest, unterstreicht er. "Aber es hat sich gezeigt, dass sich immer
eine Lösung findet", hält er dagegen und es blickt ein wenig die
Lockerheit und Zuversicht durch, die er zuvor als typisch für die Menschen in
Lomé beschrieben hat.
Am 16. November um 19 Uhr berichtet Hoss über die aktuelle
Situation im Kinderhaus Frieda. Alle Paten, Förderer und Interessierten sind
dazu in die evangelische Kirche Hude, Vielstedter Straße 48, eingeladen.
Weitere Infos zum Projekt gibt es unter www.kinderhaus-frieda.de.
Sonntag, 11. November 2012
Bericht III von Robin
Hallo ihr Lieben im kalten Deutschland!
Ich dachte mir es wird mal wieder Zeit für eine Nachricht aus Togo!
Et voilà:
Feiern im Oktober. Im Oktober haben wir hier viel gefeiert, wenn ich mir das so recht überlege. Meinen Geburtstag haben wir sehr schön gefeiert. Es war eine schöne Erfahrung, den Geburtstag hier im Kinderhaus zu feiern. Und es war schön, dass so viele Leute an mich gedacht haben.
Ich dachte mir es wird mal wieder Zeit für eine Nachricht aus Togo!
Et voilà:
Feiern im Oktober. Im Oktober haben wir hier viel gefeiert, wenn ich mir das so recht überlege. Meinen Geburtstag haben wir sehr schön gefeiert. Es war eine schöne Erfahrung, den Geburtstag hier im Kinderhaus zu feiern. Und es war schön, dass so viele Leute an mich gedacht haben.
Ich habe mich wirklich sehr über alle Geburtstaggrüße per Mail und per Handy gefreut. Schön dass ihr an mich gedacht habt!
Hier im Kinderhaus haben wir mittags eine kleine Feier gestartet. Ich habe Getränke und Essen besorgt und dann wir gut gefeiert. Innocent (ein Freund hier) kam dann nachmittags vorbei und hat mir Orangen geschenkt und dann haben wir Orangensaft gemacht. Es war also ein schöner besonderer Tag, aber ich freue mich auch schon wieder auf meinen Geburtstag in der Heimat!
Dann haben wir im Oktober natürlich auch das Oktoberfest! gefeiert. Am 26.10. war im Goethe Institut eine bayrische Trachtengruppe und hat dann mal ein bisschen deutsche Kultur gezeigt. Es gab für jeden 2 Bier und 2 Würstchen. Ich sage euch, die Würstchen waren soo lecker. Da habe ich Sehnsucht nach Grillen und Bratwurst in Deutschland bekommen. Aber im Moment ist bei euch ja nicht so die Grillsaison. Ich war mit Gerd, meinem besten Freund hier und dazu noch ein Münchener beim Oktoberfest. Es war ein schöner Abend. Beim Oktoberfest habe ich auch Anton getroffen. Er kommt aus Göttingen. Ganz schön verrückt. Er wohnt in Agoué, das Quartier nebenan und arbeitet in einer Schule und in einem Waisenhaus. Am Sonntag haben wir gleich mal zusammen einen Ausflug ins Seemannsheim gemacht. Ich wollte ihn demnächst mal besuchen. Er wohnt in einer WG mit anderen deutschen Freiwilligen.
Und Ende Oktober haben wir dann noch einen kleinen Halloween Abend gemacht. Da Verkleiden und an Haustürenklingeln, hier in Lomé etwas schwierig und ungewöhnlich ist, habe ich mir gedacht machen wir doch so eine Art Lichterfest. Ich hatte noch Knicklichter aus Deutschland und alle waren voll begeistert davon. Dann habe ich noch Kekse besorgt und wir haben einen gemütlichen Abend verbracht. Da meine Freundin ja in Amerika ist und Halloween da bestimmt ein großes Ereignis war, haben wir viel an die Amerikaner gedacht.
Es gab auch im Oktober ein paar Feiertag, von denen ich gar nicht wusste, dass sie existieren, aber die Kinder haben sich immer gefreut, wenn sie mal einen Tag frei hatten und sich ausruhen konnten.
Mit den Müttern, trinke ich jeden Sonntagabend ein Bier. Da freuen wir uns immer drauf. Wir resümieren, dann was so in der Woche passiert ist, was nächste Woche so anliegt und lachen und plaudern, meistens bis spät abends. Ich hoffe, dass wir diese „Tradition“ beibehalten werden.
Fufu verbindet. Mein Kumpel Innocent, arbeitet in einer Bar nebenan. Wir haben letztens zusammen gekocht. Fufu! Mein Lieblingsgericht hier. Ich habe zum ersten Mal die Soße dazu gemacht – naja natürlich mit Hilfe von ihm. Ich habe das ganze Gemüse geschnitten. Also Tomaten, Zwiebeln, Gambo und Auberginen und dazu haben wir Poulet also Hühnchen gegessen. Sehr lecker! Als ich jedoch die Sauce gemacht habe, habe ich auch die Chilischoten entkernt und klein gemacht. Innocent hat gesagt, dass meine Hände danach ein „bisschen“ brennen könnten. „Naja, was soll’s“ dachte ich mir und habe es einfach gemacht. Hätte ich aber gewusst, dass meine Hände noch den ganzen Tag brennen werden und ich nichts mehr mit den Händen machen konnte, hätte ich es nicht gemacht. Aber naja – wieder eine Erfahrung reicher.
Wir haben dann mit Fatih und Akouwi zusammen gegessen , alle aus einem Topf. Es war eine schöne Atmosphäre. Irgendwie ein schönes Zusammensein. (Deshalb auch Fufu verbindet) Es war aber so lecker, dass ich viel zu viel gegessen habe. Man hätte ich mich von Innocents Bar auch nach Hause rollen können.
Bei ihm trinke ich öfter mal was. Bei ihm gibt es immer leckeres Malzbier und Sprite und Fanta und alles was man sich sonst noch so wünscht. Ich darf auch Flaschen mit nach Hause nehmen und dann wiederbringen. Eigentlich ist das nicht so üblich hier. Die großen Flaschen (Cola, Fanta, Sprite, Bier,…) sind in den Bars aber günstiger als die Dosen, die man sonst überall kaufen kann. Deshalb mache ich das öfter mal.
Innocent ist wirklich nett, wir unterhalten uns immer gut. Es tut ganz gut die Nachbarschaft hier gut zu kennen. Es ist eigentlich ganz untypisch für eine Großstadt, dass man jeden grüßt und man sich so gut kennt. Lomé ist eher ein großes Dorf. Die Mentalität hier, ist nicht mit der Mentalität in einer deutschen Großstadt vergleichbar.
Ein afrikanischer Markt. Am Anfang war ich immer ein bisschen geschockt vom Erscheinungsbild des Markts hier. Man kann vielleicht sagen, dass ich beeindruckt bin von der „Andersheit“ (Ja, ich konnte mich auch schon mal besser auf Deutsch ausdrücken )
Mittlerweile gehe ich hier richtig gerne auf den Markt. Hier im Stadtviertel ist immer dienstags und samstags Markt. Dann ist hier richtig was los. Man bekommt eigentlich alles auf dem Markt. Viel schönes, leckeres Obst. Am liebsten esse ich hier Bananen und Ananas. Obst ist auch einfach so schön günstig und lecker. Am Samstag habe ich für alle Kinder Bananen und Ananas gekauft. Also wirklich viel Obst und das für 2.000 Francs (umgerechnet etwa 3€). Dann gibt es viel Stoff auf dem Markt, viel Fisch, viel Fleisch und dann viele kleine Stände mit Süßigkeiten und noch alles was das afrikanische Herz begehrt.
Letztens habe ich mir auch so eine große Matte gekauft. Ein bunte, geflochtene zum draufsetzten oder drauflegen. Jetzt habe ich mir in meinem Zimmer eine kleine Leseecke gemacht. Mit einem Kissen und einer dünnen Decke. Ist ganz gemütlich. Demnächst wollte ich mir noch einen Tisch bauen.
Schule in Lomé. Ich gehe hier jeden Mittwoch- und Freitagvormittag mit den Kindern in die Schule und folge dem Unterricht. Sonst bringe ich die Kinder ja immer nur zur Schule und hole sie ab, aber mittwochs und freitags bleibe ich und beobachte ein bisschen den Unterricht. Vor allem Englisch mache ich viel mit den Größeren. Mit dem Englisch Lehrer habe ich abgemacht, dass ich auch manche Lektionen unterrichten werde. Mal gucken wie das wird!
Das Schulsystem hier in Togo ist wirklich etwas ganz anderes als bei uns. Die Schule der Kinder ist ganz schön angelegt. Es gibt einen schönen Pausenhof mit Mangobäumen und viel Platz zum Toben. Die Klassenzimmer sind alle offen. Da Grundschule und College zusammen sind, sind alle auf der gleichen Schule. Die Grundschulklassen umfassen meist so 60 Schüler. Die höheren Klassen zwischen 30 und 40. In der Schule ist es immer extrem laut, denn die Kleinen machen richtig Lärm. Sie singen sehr viel und sind schwer zu beruhigen. Ich habe echt Respekt vor den Lehrern, die die Klassen unterrichten.
Das war’s auch wieder von mir! Ich wollte dieses Mal ein bisschen strukturierter schreiben, als in der letzten Mail. Ich hoffe es hat euch interessiert!
Sonnige Grüße aus Lomé,
Robin
Hier im Kinderhaus haben wir mittags eine kleine Feier gestartet. Ich habe Getränke und Essen besorgt und dann wir gut gefeiert. Innocent (ein Freund hier) kam dann nachmittags vorbei und hat mir Orangen geschenkt und dann haben wir Orangensaft gemacht. Es war also ein schöner besonderer Tag, aber ich freue mich auch schon wieder auf meinen Geburtstag in der Heimat!
Dann haben wir im Oktober natürlich auch das Oktoberfest! gefeiert. Am 26.10. war im Goethe Institut eine bayrische Trachtengruppe und hat dann mal ein bisschen deutsche Kultur gezeigt. Es gab für jeden 2 Bier und 2 Würstchen. Ich sage euch, die Würstchen waren soo lecker. Da habe ich Sehnsucht nach Grillen und Bratwurst in Deutschland bekommen. Aber im Moment ist bei euch ja nicht so die Grillsaison. Ich war mit Gerd, meinem besten Freund hier und dazu noch ein Münchener beim Oktoberfest. Es war ein schöner Abend. Beim Oktoberfest habe ich auch Anton getroffen. Er kommt aus Göttingen. Ganz schön verrückt. Er wohnt in Agoué, das Quartier nebenan und arbeitet in einer Schule und in einem Waisenhaus. Am Sonntag haben wir gleich mal zusammen einen Ausflug ins Seemannsheim gemacht. Ich wollte ihn demnächst mal besuchen. Er wohnt in einer WG mit anderen deutschen Freiwilligen.
Und Ende Oktober haben wir dann noch einen kleinen Halloween Abend gemacht. Da Verkleiden und an Haustürenklingeln, hier in Lomé etwas schwierig und ungewöhnlich ist, habe ich mir gedacht machen wir doch so eine Art Lichterfest. Ich hatte noch Knicklichter aus Deutschland und alle waren voll begeistert davon. Dann habe ich noch Kekse besorgt und wir haben einen gemütlichen Abend verbracht. Da meine Freundin ja in Amerika ist und Halloween da bestimmt ein großes Ereignis war, haben wir viel an die Amerikaner gedacht.
Es gab auch im Oktober ein paar Feiertag, von denen ich gar nicht wusste, dass sie existieren, aber die Kinder haben sich immer gefreut, wenn sie mal einen Tag frei hatten und sich ausruhen konnten.
Mit den Müttern, trinke ich jeden Sonntagabend ein Bier. Da freuen wir uns immer drauf. Wir resümieren, dann was so in der Woche passiert ist, was nächste Woche so anliegt und lachen und plaudern, meistens bis spät abends. Ich hoffe, dass wir diese „Tradition“ beibehalten werden.
Fufu verbindet. Mein Kumpel Innocent, arbeitet in einer Bar nebenan. Wir haben letztens zusammen gekocht. Fufu! Mein Lieblingsgericht hier. Ich habe zum ersten Mal die Soße dazu gemacht – naja natürlich mit Hilfe von ihm. Ich habe das ganze Gemüse geschnitten. Also Tomaten, Zwiebeln, Gambo und Auberginen und dazu haben wir Poulet also Hühnchen gegessen. Sehr lecker! Als ich jedoch die Sauce gemacht habe, habe ich auch die Chilischoten entkernt und klein gemacht. Innocent hat gesagt, dass meine Hände danach ein „bisschen“ brennen könnten. „Naja, was soll’s“ dachte ich mir und habe es einfach gemacht. Hätte ich aber gewusst, dass meine Hände noch den ganzen Tag brennen werden und ich nichts mehr mit den Händen machen konnte, hätte ich es nicht gemacht. Aber naja – wieder eine Erfahrung reicher.
Wir haben dann mit Fatih und Akouwi zusammen gegessen , alle aus einem Topf. Es war eine schöne Atmosphäre. Irgendwie ein schönes Zusammensein. (Deshalb auch Fufu verbindet) Es war aber so lecker, dass ich viel zu viel gegessen habe. Man hätte ich mich von Innocents Bar auch nach Hause rollen können.
Bei ihm trinke ich öfter mal was. Bei ihm gibt es immer leckeres Malzbier und Sprite und Fanta und alles was man sich sonst noch so wünscht. Ich darf auch Flaschen mit nach Hause nehmen und dann wiederbringen. Eigentlich ist das nicht so üblich hier. Die großen Flaschen (Cola, Fanta, Sprite, Bier,…) sind in den Bars aber günstiger als die Dosen, die man sonst überall kaufen kann. Deshalb mache ich das öfter mal.
Innocent ist wirklich nett, wir unterhalten uns immer gut. Es tut ganz gut die Nachbarschaft hier gut zu kennen. Es ist eigentlich ganz untypisch für eine Großstadt, dass man jeden grüßt und man sich so gut kennt. Lomé ist eher ein großes Dorf. Die Mentalität hier, ist nicht mit der Mentalität in einer deutschen Großstadt vergleichbar.
Ein afrikanischer Markt. Am Anfang war ich immer ein bisschen geschockt vom Erscheinungsbild des Markts hier. Man kann vielleicht sagen, dass ich beeindruckt bin von der „Andersheit“ (Ja, ich konnte mich auch schon mal besser auf Deutsch ausdrücken )
Mittlerweile gehe ich hier richtig gerne auf den Markt. Hier im Stadtviertel ist immer dienstags und samstags Markt. Dann ist hier richtig was los. Man bekommt eigentlich alles auf dem Markt. Viel schönes, leckeres Obst. Am liebsten esse ich hier Bananen und Ananas. Obst ist auch einfach so schön günstig und lecker. Am Samstag habe ich für alle Kinder Bananen und Ananas gekauft. Also wirklich viel Obst und das für 2.000 Francs (umgerechnet etwa 3€). Dann gibt es viel Stoff auf dem Markt, viel Fisch, viel Fleisch und dann viele kleine Stände mit Süßigkeiten und noch alles was das afrikanische Herz begehrt.
Letztens habe ich mir auch so eine große Matte gekauft. Ein bunte, geflochtene zum draufsetzten oder drauflegen. Jetzt habe ich mir in meinem Zimmer eine kleine Leseecke gemacht. Mit einem Kissen und einer dünnen Decke. Ist ganz gemütlich. Demnächst wollte ich mir noch einen Tisch bauen.
Schule in Lomé. Ich gehe hier jeden Mittwoch- und Freitagvormittag mit den Kindern in die Schule und folge dem Unterricht. Sonst bringe ich die Kinder ja immer nur zur Schule und hole sie ab, aber mittwochs und freitags bleibe ich und beobachte ein bisschen den Unterricht. Vor allem Englisch mache ich viel mit den Größeren. Mit dem Englisch Lehrer habe ich abgemacht, dass ich auch manche Lektionen unterrichten werde. Mal gucken wie das wird!
Das Schulsystem hier in Togo ist wirklich etwas ganz anderes als bei uns. Die Schule der Kinder ist ganz schön angelegt. Es gibt einen schönen Pausenhof mit Mangobäumen und viel Platz zum Toben. Die Klassenzimmer sind alle offen. Da Grundschule und College zusammen sind, sind alle auf der gleichen Schule. Die Grundschulklassen umfassen meist so 60 Schüler. Die höheren Klassen zwischen 30 und 40. In der Schule ist es immer extrem laut, denn die Kleinen machen richtig Lärm. Sie singen sehr viel und sind schwer zu beruhigen. Ich habe echt Respekt vor den Lehrern, die die Klassen unterrichten.
Das war’s auch wieder von mir! Ich wollte dieses Mal ein bisschen strukturierter schreiben, als in der letzten Mail. Ich hoffe es hat euch interessiert!
Sonnige Grüße aus Lomé,
Robin
Abonnieren
Posts (Atom)
































