Donnerstag, 2. Juli 2015

2 Monate in Afrika


Bericht Clara Padis,(weltwärts Freiwillige)

seit 1. Sept.14  in Lomé

Schreibt im Oktober 14 in ihrem Blog:

Neues aus Afrika!

Es ist sind jetzt 2 Monate vergangen seit ich hier in Togo angekommen bin. In diesen zwei Monaten habe ich natürlich viel erlebt.

Die Arbeit mit den Kindern macht mir sehr viel Spaß. Es ist etwas Besonderes mit ihnen zu Leben und ihrer Alltag zu teilen. Jeden Morgen steh ich um halb 6 auf und frühstücke gemeinsam mit ihnen bevor sie gegen halb 7 zur Schule gehen. Am Vormittag habe ich dann oft Freizeit und beschäftige mich nach Lust und Laune. Ich treffe mich mit Freunden, lerne mit meinem Mentor Eve, gehe auf den Markt oder arbeite gemeinsam mit dem Direktor vom Kinderhaus. Ich verbringe auch viel Zeit auf dem Dach vom Kinderhaus, lese und genieße die morgendliche Sonne. Manche Kinder kommen um halb eins heim und um zwei Uhr mittags hole ich die 4 Kinder ab, die in der Grundschule sind. Die Kinder sind in einer Privatschule, die sich aber nicht sehr weit entfernt vom Kinderhaus befindet.  
Nachmittags bleibt ein bisschen Zeit übrig zum Spielen und gegen 16h fangen sie mit den Hausaufgaben an, wo ich sehr gefragt bin vor allem in English und Mathematik. Oft sitzen wir nach dem Essen noch lange zusammen und quatschen über alles Mögliche und das ist meist meine Lieblingszeit des Tages.
Am Wochenende gehen wir jeden Sonntagmorgen (um 6h) in die Kirche. Die Messe geht ungefähr drei Stunden dennoch kommt es mir überhaupt nicht so lang vor obwohl alles auf eve ist und ich bis jetzt noch nicht so viel davon verstehe aber es ist einfach sehr beeindruckend die überfüllte Messe von  tanzenden und singenden Menschen in ihrer bunten traditionellen Kleidung zu bestaunen. Mittlerweile habe ich mir auch zwei Kleider schneidern lassen und am liebsten würde ich sie die ganze Zeit tragen!
Sonntagnachmittag besuche ich einen Salsa-Kurs. Wer hätte gedacht, dass ich ausgerechnet in Afrika Salsa lernen würde! Durch Mentor Djato
Diese Woche habe ich den Unterricht der Kinder mit verfolgt. Es war sehr interessant für mich, insbesondere der eve Unterricht wo ich fleißig mitmachen musste. Aber die Arbeit hat sich gelohnt denn alle Kinder sind, nach dem ich alle Vokale in Eve richtig ausgesprochen habe,  aufgesprungen und haben applaudiert 
Um euch einen besseren Einblick über meinen Alltag zu geben habe ich euch meinen Essensplan aufgeschrieben.

Essensplan im Kinderhaus :

Jour de la semaine
Matin
Midi
Soir
Lundi
La bouillie
Les haricots avec Gari
La pâte
Mardi
Le riz
Injam
Salade
Mercredi
La bouillie
Le riz
La pâte avec viande
Jeudi
Injam
La pâte
Spaghetti
Vendredi
La bouillie de riz
Les haricots avec Gari
Koliko
Samedi
Le riz
Fufu
La pâte
Dimanche
Pain avec œuf et Milo
Le riz avec viande
Spaghetti


So, wahrscheinlich hilft das den meisten unter euch nicht weiter solange ich nicht ein paar Erklärungen dazu gebe:

La bouillie de riz: Ist sehr gut mit Milchreis zu vergleichen auch wenn es ohne Milch zubereitet wird J . Der Geschmack ist aber sehr ähnlich. Es gibt verschiedene Arten „la bouillie“ vorzubereiten: mit Maniok, Mais oder Reis. Wobei Reis wirklich die genießbarste Version darstellt.

Koliko: frittierte Inyam. Mit einer scharfen Tomatensauce zubereitet wird es zu meinem Lieblingsgericht hier in Togo! J

La pâte: Das Hauptgericht im Kinderhaus und auch generell viel in Togo zubereitet. La pâte alleine hat nicht viel Geschmack (es wird mit Maismehl und Wasser zubereitet). Die Sauce macht den eigentlichen Geschmack aus und davon gibt es viele verschiedene. La pâte avec Gombo ist eine der beliebtesten. Ganz einfach zu erklären: Grün und Schleimig. Wer weiß, vielleicht werde ich ja trotzdem am Ende dieses Jahres ein Fan davon!

Insgesamt schmeckt mir das Essen hier aber sehr gut. Was natürlich am besten ist sind die süßen Früchte die man auf dem Markt für unglaublich Günstig bekommt. Auch Avocado kann man hier in ausgiebigen Mengen finden, und viele von euch wissen, dass ich ein besonderes Faible für Avocados habe.

Hier noch ein paar Schnappschüsse. Viel Spaß beim Anschauen!
É YI ZAN DÉ

Montag, 1. September 2014

Informationen aus dem Kinderhaus

Informationen aus dem Kinderhaus

Auf der letzten Mitgliederversammlung hat unser afrikanischer Partnerverein Association Aide aux Enfants Orphelins du Sida einen neuen Vorstand gewählt.

Neuer Präsident ist Herr Dosseh Dogbo




Schriftführer ist Herr Cosme Hator




Schatzmeister ist Herr Kokou Raphael Woglo



Außerdem ist seit dem 1. September die neue weltwärts-Freiwillige Clara Padis im Kinderhaus.

Clara ist in Rumersheim (Frankreich) aufgewachsen, hat das Deutsch-Französische Gymnasium in Freiburg besucht und im Sommer 2014 die binationale allgemeine Hochschulreife (Abitur+Baccalaureat) erlangt.

Sonntag, 31. August 2014

Der weltwärts Freiwillige Nick Hellerung berichtet zum Abschluss seines Jahres im Kinderhaus Frieda über einige kleine Erlebnisse mit den Kindern.

Der weltwärts Freiwillige Nick Hellerung berichtet zum Abschluss seines Jahres im Kinderhaus Frieda über einige kleine Erlebnisse mit den Kindern.
Nick und Kopin

Das Belohnungsprinzip
Natürlich soll ein Schüler am besten aus Begeisterung am Unterrichtsstoff seine schulischen Leistungen beziehen. Da das aber oft nicht so funktioniert, überlegte ich mir ein Belohnungsprinzip, das die Kinder im Waisenhaus zu besseren Leistungen anspornen könnte. Ich erklärte ihnen also, dass sie zu mir kommen sollten, wenn sie in einer Arbeit eine gute oder sehr gute Leistung erbracht hatten oder eine besondere Verbesserung in einem Fach zu erkennen ist. Ich würde das mit einer Süßigkeit belohnen. Und, oh Wunder, in den nächsten zwei Wochen kamen immer wieder Kinder zu mir ihre guten Noten vorweisend. Welch Erfolgserlebnis; bereitwillig verteilte ich Süßigkeiten. Erst als Gilles, der dieses Jahr bisher eher schulische Schwierigkeiten hatte, zweimal am selben Tag zu mir kam, fing ich an Verdacht zu schöpfen und guckte genauer hin. Bei der Arbeit, die Gilles mir zeigte, fehlte die erste Seite und das aus gutem Grund. Auf dieser ist nämlich zu sehen, dass es sich um Oliviers und nicht um Gilles Arbeit handelte und natürlich hatten mich die Kinder schon die ganze Zeit reingelegt. Na gut, so viel Naivität wie ich sie hier bewiesen hatte, gehört vermutlich auch bestraft. Das Belohnungsprinzip ist jedenfalls erstmal wieder abgeschafft.

Tanzkünste
In der westafrikanischen Kultur wird getanzt. Oft sieht man schon zweijährige Kinder mitwippen oder die Bewegungen der Großen nachahmen und es findet sich immer sehr schnell ein Erster auf der Tanzfläche, wenn danach gefragt ist. Auch im KHF kommt es immer wieder zu überraschenden Tanzabenden, die zwar meist etwas unromantisch vor dem Fernseher ( Musikvideos ) stattfinden, aber trotzdem ihren Reiz haben. Die Kinder können sich nach afrikanischer Manier natürlich beeindruckend bewegen und freuen sich aber fast noch mehr, sich über die Tanzversuche der deutschen Besucher amüsieren zu können. Beim Nachahmen afrikanischer Tänze stell ich mich wohl genauso elefantenhaft an wie jeder andere vor mir, aber wenn die Kinder was zu lachen haben, ist das doch an sich gar nicht so schlecht. Ich habe nie getanzt, aber was mich rettet, sind ein paar Breakdance -Schritte, die mir ein Bekannter mal flüchtig beigebracht hat. Von denen bekommen die Kinder gar nicht genug, machen sie nach und vermischen sie mit afrikanischem Hüftschwung. Ich muss jetzt immer tanzen und kann nur hoffen, dass die Kinder nicht allzubald merken, dass meine Tanzkünste sich auf drei Schrittfolgen reduzieren. Und wenn das doch irgendwann passiert, tanz ich eben wieder den europäischen Elefanten.

Sterne über Lomé
Das Dach des Kinderhauses bietet eine wirklich schöne Aussicht. Ich selbst sitze oft dort oben, um den Sonnenuntergang und den farbengewaltigen Himmmel zu bestaunen. Auch die Kinder, gerade die kleinen frechen Jungen um Matthieu, Gilles, Julian, Eduard und San lieben das Dach, obwohl oder wahrscheinlich gerade, weil es für sie verboten ist.
Manchmal aber mach ich eine Ausnahme. Das läuft dann in etwa so ab: “Habt ihr auch eure Hausaufgaben gemacht?” “ Ja, Onkel Nick.” “Wart ihr auch artig?” “Natürlich nicht Onkel Nick.” Ich nehme das dann hin und wir gehen trotzdem zum Sterne gucken, ehrlich gesagt auch, weil es oft meine liebsten Momente sind. Unter dem Sternenhimmel fangen die Kinder an von sich zu erzählen ( also so richtig ) und es ist immer ganz schrecklich romantisch. Das letzte Mal sind wir alle eingeschlafen und erst mitten in der Nacht schlafwandlerisch in unsere Betten geschlichen. Bevor ich einschlafe denke ich noch:”Das wird mit fehlen.”


Sonntag, 27. April 2014

Ostern im KHF - ein Bericht von Nick

Ostern im Kinderhaus

Auch in Togo feiert man Ostern und natuerlich auch im Kinderhaus Frieda.
Die derzeit 23 Kinder sind auch dieses Jahr in ihren eineinhalb Wochen Osternferien gut beschaeftigt gewesen. Neben den ueblichen Ferienbeschaeftigungen wie Karten-, Murmel- und Fussballspielen gab es ein traditionelles Osterprogramm, aber auch andere Anregungen.
Die Mauer auf dem Hof wirkte immer ein bisschen trist und farblos, weshalb wir 3 Kuenstler engagierten um uns “Stadion KHF” ( Kinderhaus Frieda ) -auf franzoesisch “ Stade KHF”- an ebendiese zu schreiben. Haetten wir gewusst wie kuenstlerisch begabt die Kinder sind,, die mit der uebriggebliebenen Farbe selbst ihr Waisenhaus verschoenerten, waere das wohl nicht noetig gewesen.
Wir haben Eier angemalt, mit den verschiedensten Resultaten. Und wie das eben so ueblich ist, haben die Kinder, manche laenger und manche kuerzer, nach ihren Suessigkeiten gesucht.
Außerdem haben wir an drei Nachmittagen ein Programm begonnen, bei dem man sich selber Ketten, Armbaender, und Ohringe basteln konnte. Auch bei den Jungen stieß dieses auf Gefallen, auch wenn diese das Gebastelte wohl eher weiterverschenken werden. Auch nach den Ferien haben die Kinder noch die Moeglichkeit ihre Arbeiten zu beenden.
Zum kroenenden Abschluss sind wir am Ostersonntag im Vergnuegungszentrum “Philoparc” gewesen, wo sich die Kinder im Swimmingpool austoben konnten, falls sie nach “Osterhuehnchen” mit Pommes noch die Kraft dazu hatten.
Jetzt faengt die Schule leider wieder an, und alles in allem waren es doch sehr gelungene Ferien.

Jeanne mit selbst gebasteltem Schmuck 


Unser Nesthaekchen Nadege


Fleißig am Schmuckproduzieren ( Blandine, Yendar Eduard, Pacom und San Kopain kuenstlerisch aktiv)


 Bastelzeug 




 Leon maeht den Rasen auf afrikanische Art 

 Kopain hat Geburtstag und freut sich darueber , schaukelnd mit Gilbert im neuen t-shirt 


 … und neuer Sonnenbrille 

 Viele Bunte Eier

Dracula- Ei von Leon 

 Blumig von Augustine 

 Von den großen Kuenstlern 

 Von den kleinen Kuenstlern… noch nicht ganz fertig 

 Beim Eiermalen ( Matthieu, Jeanne d Arc im Hintergrund, Ladi, Tante Akouvi, Gilles in rot ) 


 Kartenspielen ( Kopain, Julian und Eduard )

Baeaeaeaeaehhhh 

 Unsere neue Mama bastelt mit ( rechts ) 



 Mjammi ... ( Ladi und Helen essen Imjam ) 

 Lalabo mit selbstgemachtem Ohring


Sportsgeist… Yendar am Boden - ist zum Glueck nicht ernsthaft verletzt 

 Pacom und der Fußball… ein beinahe unzertrennliches Gespann